Wenn Du denkst es geht nicht mehr…

…kommt irgendwo noch ein Unglück her. 

So kam es mir heute zumindest vor. 

Der Stress auf der Arbeit lies mich nicht vergessen, dass heute der Vermieter in meinen heiligen Hallen Einzug halten würde. Ich hatte die Uhr die ganze Zeit im Blick und wurde immer nervöser. Dabei war ich nicht mal anwesend! 

Meine Freundin berichtete mir im Nachhinein, dass die beiden Herren nun doch die ganze Wohnung angeschaut hätten und nicht nur die eine Wand wie vereinbart. Als ich das hörte, rutschte mir das Herz in die Hose. Zum Glück war meine Freundin schlagfertig und erzählte den beiden etwas von Katzen im Schlafzimmer, verängstigt, bla….und kam damit durch. Das Schlafzimmer,das  einzige Zimmer das noch dringend aufgeräumt werden muss, wurde ausgelassen. Der Besuch verlief gut und ohne jegliche Beanstandungen. 

Selbstlos und hilfsbereit wie meine Freundin ist, blieb sie noch eine Weile und fing an, sich in meinem Schlafzimmer auszutoben. Natürlich konnte sie vieles ohne mich nicht machen, aber sie bereitete schon mal vor, sortierte auf Stapel, und räumte weg, was sie konnte. Obwohl ich mich natürlich sehr darüber freue und wirklich dankbar bin, habe ich gleichzeitig ein negatives Gefühl  dabei. Zum einen, weil ich nun nicht die Chance habe, es alleine zu schaffen – ich habe also sozusagen versagt. Mein Kopf weiß dass das Blödsinn ist, mein Gefühl sagt was anderes. Und zum anderen, weil sie das alleine gemacht hat, während ich nicht da war, und ich will sie schließlich nicht ausnutzen! Trotz allem sehr ich natürlich, wie viel sie mir dadurch erleichtert hat und darüber freue ich mich. 

Ich kam also nach einem langen, anstrengenden Tag endlich zuhause an, nur um festzustellen, dass sich meine Wohnungstür nicht mehr aufschließen lies. Völlig verzweifelt und am Ende mit den Nerven rüttelte ich an der Tür und probierte immer wieder – aber nichts ging. Ich rief einen Bekannten an, der in der Nähe wohnt. Mit viel Geduld und Kraft bekam er das Schloss nach fast einer Stunde auf. Der Trick war, die Tür ran zu ziehen, hoch zu drücken und gleichzeitig den Schlüssel zu drehen. 

Das alles war für mich so eine psychische Belastung, dass ich mal wieder sehr sehr müde geworden bin. Ich habe aber noch eine Verabredung, die ich nicht absagen möchte. 

Ich werde drei Kreuze machen, wenn dieser Tag vorüber ist! 

Bis dahin: ab in den Pub! 

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