Berlin 2

Nachdem wir gestern vom Schiffspersonal einen kleinen Heizlüfter bekamen und während der Nacht gefühlte 40 Grad in der Kajütte hatten, wurden wir heute morgen gegen 6 Uhr unsanft vom Lärm unserer Nachbarn geweckt und standen früher auf als geplant. 

Das Frühstück auf dem Schiff war einfach aber lecker. Es gab eine vielseitige Auswahl an Wurst, Käse, Marmelade, Brot und Brötchen, Müsli, Obst und Joghurt. 


Nach dem wir uns die Bäuche vollgeschlagen hatten, ging es los, zu Fuß gingen wir zum Denkmal der ermordeten Juden Europas. Obwohl wir wunderschönen Sommenschein genossen, bekam ich doch ein beklemmendes Gefühl beim Anblick dieser grauen, tristen Steinblöcke. 


Weiter ging es zum Coffe Shop des Hotel Adlon, dem teuersten deutschen Hotel, in dem die Suit 20.000€ pro Nacht kostet. Obama, Putin und auch die Queen haben hier schon gewohnt. Für uns war allein die Toilettennutzung ein Erlebnis. 


Mit einem wärmenden Becher Tee in der Hand ging es weiter zum Führerbunker. Wir waren sehr enttäuscht, das man außer einem Schild überhaupt nichts sehen konnte. 

Unterwegs kamen wir nochmal am Brandenburger Tor vorbei, an dem wir eine Gruppe Alphornbläser bewunderte.  Diese Instrumente verursachen bei mir immer Gänsehaut. 


Wir gingen daher schnell weiter zum Museum „Topographie des Terrors“. Auch hier war ich sehr bewegt. In einer Sonderausstellung zu den Massenmorden / Massenerschießungen der damaligen Zeit wurden zum Teil einzelne Schicksale detailliert geschildert. 

Langsam mussten wir uns auf unsere Abreise vorbereiten. Wir machten uns auf den Weg zum Alexanderplatz, von dem wir die S-Bahn zum Hauptbahnhof nehmen wollten. 

Wir fanden auf halber Strecke ein kleines Restaurant, das Cafehaus am Petriplatz, das nicht nur sehr leckeres Essen und eine nette Bedienung bot, sondern unheimlich gemütlich und süß eingerichtet war. 


Nach knappen 8 gelaufenen Kilometern sitzen wir nun im Zug. 7 Stunden Fahrt haben wir vor uns. Auf Grund einer Störung im Zug werden die Reservierungen nicht angezeigt, so dass wir nur hoffen können, nicht von unserem ergatterten Platz vertrieben zu werden. 

Meine Füße tun weh, ich bin müde und die Heizungsprobleme und lauten Nachbarn waren wirklich nervig. Aber alles in allem war es ein sehr schöner Kurztrip! 

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