Gemischte Gefühle 

16 Arbeitstage, 38 Tage bis zum Umzug 


Der Inhalt meiner Wohnung verlagert sich von den Regalen und Schränken in Kartons und Ecken. Viele Schachteln, Tüten oder Sachen stehen irgendwo mit kleinen Zetteln drauf rum. „Einlagern bei Mama“, „Deko für Schwester“, alles was schon vorsortiert ist, aber eben nicht weg geschmissen werden soll, wird markiert und an die eine Wand gestellt. Alles was weggeschmissen wird, word meistens erstmal in der Mitte des Raums auf dem Fußboden gesammelt und dann in Tüten verpackt. Da ich kein Auto habe, muss ich oft warten, bis jemand Zeit hat, die Sachen abzuholen. Obwohl ich tatsächlich jeden Tag ausmiste und räume, habe ich doch das Gefühl, als würde nichts vorwärts gehen. Gleichzeitig bemerke ich aber natürlich auch die leeren Regale und wie es immer weniger wird. 

Der Boiler in meiner Küche ist kaputt. Vermietersache, und wir wissen j, wie begeistert ich von den Besuchen meines Vermieters so bin. Schon der Gedanke daran lässt mich wieder in eine leichte Panik verfallen. Wenigstens kann ich die Spülmaschine wieder nutzen! 


Wenn ich mir dann aber Urlaubsfotos anschaue, mich an meine aller erste Irland Reise 2005 erinnere. Wenn ich dran denke, wie glücklich ich war, als meine Eltern mir diese Reise zum Schulabschluss geschenkt haben. Ein letzter Urlaub als Familie. Wenn ich mich an das Gefühl erinnere, diese Freiheit, die Möglichkeit einfach tief durchzuatmen. Dann weiß ich wieder, warum ich Irland so liebe. Dann weiß ich, was ich alles unternehmen möchte, wenn ich dort bin, und wie gut es mir tun wird. Und dann kann das Ausmisten gar nicht schnell genug gehen. 

38 Tage noch. 

Ich schaff das schon. 

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