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Noch 9 Arbeitstage, 28 Tage bis zum Umzug. 


Im Irland-Adventskalender hatte ich einen Schal, Gummibärchen, neongrüne Flauschesocken und Schokolade für die Nerven. 

Jeden Morgen freue ich mich darauf, zu schauen, was sich meine Schwester alles einfallen lassen hat. Schlau wie sie ist, sind es alles Sachen, die ich entweder gleich verbrauchen (essen) kann, oder die ich wirklich in Irland brauche. 

Heute wurden die ersten 4 Kisten mit Sommerkleidubg, Schuhen, Taschen, Bettwäsche, allem möglichen, was ich nicht mehr dringend brauche, abgeholt. Die Kisten werden zwischengelagert, bis ich eine Wohnung gefunden habe. 10 Kisten sind ja geplant, aber so wie es aktuell aussieht, komme ich sogar mit weniger aus. 

Während ich gestern den Samstag verschlafen habe, war ich heute fleißig: immer 30 min ausmisten, 15 min Pause. So habe ich mich überwunden und bin Stück für Stück vorwärts gekommen. 

Nachdem ich letztes Wochenende mit meinem Wohnzimmer komplett fertig geworden bin, war dieses Wochenende das Schlafzimmer dran. 

Nicht jeder meiner Freunde, mit denen ich heute Kontakt hatte, hatte Verständnis mit meiner Art, alle halbe Stunde Pause zu machen. „Mach doch eine ganze Stunde und leg mal Dein Handy weg!“ – so einfach ist das für mich nicht. Wenn ich länger als eine halbe Stubde am Stück aufräume, ohne entsprechend motiviert zu sein (ab und zu kommt das tatsächlich mal vor), dann gerate ich schnell unter zu viel Druck, und dann geht gar nichts mehr. 

Auch wenn es vielleicht länger gedauert hat, als bei manch anderem, aber ich habe es letztenendes geschafft – und nur das zählt, oder? 

Mein Schlafzimmer ist jetzt leer. 

Freitag wird meine erste Abschiedsfeier sein, Samstag werden die ersten Möbel abgeholt. Es geht jetzt alles ganz schnell. 

Wo ich vorhin noch dachte, dass ich niemals fertig werde, da sehe ich jetzt ein Licht am Ende des Tunnels. 

Ich freue mich wahnsinnig auf Irland, aber ich habe auch ein mulmiges Gefühl. Nicht weil ich Angst habe, es könnte schiefgehen oder nicht gut werden, sondern weil ich keine Abschiede mag. In wenigen Tagen werde ich einige meiner Freunde/Familie das letzte mal sehen – zumindest das letzte mal für einige Zeit. 

Mit all dem momentanen Stress habe ich gar keine Zeit, um wirklich zu fühlen. Ein klein wenig Vorfreude, ein bisschen mulmig im Bauch, und viel Stress. Aber was ich wirklich fühle? 

Keine Ahnung. 

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