Auf die Freundschaft!

Heute kamen meine bestellten Klappkarten, die ich an Oma & Opa und andere wichtige Menschen schicken werde, um meinen Umzug anzukündigen. 
Bitte habt Verständnis, dass ich mein Gesicht hier nicht zeigen möchte. 

Während ich ein paar der Karten vorbereitet habe – innen steht ein gedruckter Text mit dem Datum meines Umzugs und wie ich erreichbar sein werde – machte ich mir Gedanken über die Menschen in meinem Umfeld und was sie mir bedeuten. 

Oft hatte ich das Gefühl, alleine da zu stehen, niemanden zu haben. Immer wieder dachte ich mir, ach hätte ich doch nur jemanden, mit dem ich xy unternehmen könnte. Wenn es mir schlecht ging, habe ich mich oft verkrochen, dachte, mich will doch sowieso keiner, ich bin nur eine Belastung. Ich dachte immer, ich brauch dauernd Hilfe von meinen Freunden, aber kann ihnen nichts zurück geben. Ich fühlte mich oft wie der Nichtsnutz, als den ich oft bezeichnet wurde, als ich jünger war. Sowas prägt sich ein und zieht sich durch das ganze Leben. Auch wenn ich theoretisch weiß, dass das Blödsinn ist und ich sehr wohl etwas Wert bin, kommen diese Gefühle doch immer wieder in mir auf, hauptsächlich in Situationen, in denen ich Hilfe brauche oder kritisiert werde. 

Heute habe ich also ein paar persönliche Zeilen in die Klappkarten geschrieben, und mir dabei Gedanken darüber gemacht, wie glücklich ich mich schätzen kann. Ich bin sicherlich nicht einfach als Freund zu haben. Und dennoch habe ich Menschen an meiner Seite, die mit mir durch dick und dünn gehen. Ich habe Freunde, mit denen ich schon so vieles erlebt habe, gutes wie schlechtes. Freunde, die mitten in der Nacht quer durch die Stadt zu mir gefahren sind, weil ich sie brauchte. Freunde, die sich für mich freuen. Die mit mir putzen, und die mich mit ihrem Auto einkaufen fahren. Ich habe Freunde, die an meiner Schulter geweint haben, und an deren Schulter ich geweint habe. Freunde, die ich bedenkenlos nachts um 3 Uhr anrufen könnte, weil ich weiß, dass sie das gleiche auch tun würden. 

Ich habe sogar eine Freundin, die meinen Namen tätowiert hat, und ich ihren. Diese Freundschaft hält schon seit 22 Jahren. 

Obwohl ich sie manchmal auf den Mond schießen möchte, und obwohl ich manchmal das Haar in der Suppe suche:

Ich bin dankbar für meine Freunde und ich möchte sie um nichts in der Welt tauschen. 

❤️

Ein Gedanke zu “Auf die Freundschaft!

  1. al schreibt:

    Ich finde das eine total tolle Idee, richtig persönlich und der Text reimt sich sogar! Wow!!!
    Ja, das mit den Freunden: Man sollte sich viel öfters bewusst machen, welche Menschen in dem eigenen Leben wichtig sind und einem gut tun und vor allem, dass man selber, wenn auch unbewusst, ganz viel zurückgibt. Manchmal reicht nur ein „da sein“ oder „zuhören“.

    Gefällt 1 Person

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