Des wär gschafft!

Gestern hatte ich meinen letzten Arbeitstag.

Nach 11 Jahren, 4 Monaten und 16 Tagen räumte ich meinen Schreibtisch leer, gab die Schlüssel ab und verließ das Büro zum (vorerst) letzten Mal. 

Natürlich war es ein seltsames Gefühl, aber ich hatte es mir weitaus schlimmer vorgestellt. Irgendwie fühlte es sich normal an, als würde ich das dauernd machen. Ich war sogar recht gut gelaunt und konnte es kaum erwarten, bis endlich Feierabend war. Nicht, weil ich es dort so schrecklich fand, sondern einfach weil ich das Gefühl habe, dass es richtig und gut ist, was ich tu, und weil ich mich so sehr auf die Zukunft freue. 

Das zeigt mir, dass ich den richtigen Weg eingeschlagen habe. 

Noch vor der Mittagspause kamen alle anwesenden Kollegen zusammen, um mir ein kleines Geschenk zu übergeben. Es ist bei uns üblich, dass für runde Geburtstage, Jubiläen oder eben wenn jemand geht eine Kleinigkeit besorgt wird, daher war das für mich keine Überraschung. Womit ich jedoch nicht gerechnet hatte war, dass meine Chefin Sekt mit O-Saft bereitgestellt hatte, und eine Platte mit Keksen. Vor wenigen Monaten erst hat uns eine andere Kollegin verlassen – da gab es sowas nicht! Nach einer kurzen Rede von meiner Vorgesetzten, die mich schon sehr gerührt hat, bekam ich eine Tasche überreicht mit mehreren Päckchen. Das war eine weitere Überraschung – normalerweise gibt es eine Karte und eine Kleinigkeit, meistens einen Gutschein. 

In meiner Tasche war ein Wandkalender mit Katzenbilder – das musste einfach sein und war sicherlich die Idee meiner Chefin, die noch verrückter nach Katzen ist als ich, und mit der ich mich oft über unsere Fellnasen ausgetauscht hatte. 

Dann bekam ich eine schöne schwäbische (Stuttgater) Tasse, die mich immer an die Heimat erinnern soll. Als ich die raus zog, fing die ganze Tasche an zu wackeln, stieß gegen mein Glas, und der ganze Sekt samt O-Saft landete an der weißen Wand. ….zumindest hinterließ ich so eine bleibende Erinnerung an mich! 😉 

Ich bekam auch einen Kalender, von dem eine weitere Kollegin wusste, dass ich mit ihm geliebäugelt hatte. Er hat genug Platz, dass ich ihn auch als Tage- oder Notizbuch verwenden kann und meine Ideen, Gedanken und Gefühle direkt notieren kann. Das wird mir auch für den Blog hier nützlich sein und ich freue mich schon sehr darauf, ihn nutzen zu können! 

Last but not least, das schönste Geschenk, bei dem ich dann auch wirklich sehr berührt war und schwer schlucken musste: ein Buch mit Fotos und einigen persönlichen Zeilen meiner Kollegen. Sie haben sich wirklich viel Mühe gegeben und eine wunderschöne Erinnerung für mich erstellt. 

Ich glaube, es war gut, dass wir hinterher noch alle zusammen im Irish Pub waren und nochmal auf meinen neuen Lebensabschnitt angestoßen haben. So fiel es mir leichter das Büro zu verlassen, ohne zu viel nachzudenken. Die lustige Atmosphäre im Pub hat das alles zusätzlich aufgelockert, so dass ich wirklich mit guter Laune und voller Vorfreude und Dankbarkeit zuhause ankam. 

Meine Mietzen und ich haben uns heute einen gemütlichen Kuscheltag gegönnt, Geburtstage in den neuen Kalender eingetragen, Schokoladen-Maultaschen gegessen und einfach ein bisschen entspannt. Bald genug – morgen schon – wird das Chaos weiter gehen: Meine Schlafzimmermöbel werden abgeholt, ich muss weiter ausmisten…. 
Die Vorfreude überwiegt jedoch, und der ganze Stress ist erträglicher geworden. 

15 Tage noch. 💚☘️🇮🇪

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