Auf in die 4. Woche

Die Zeit hier verging wie im Flug, ich kann kaum glauben, dass 3 ganze Wochen schon vorbei sind. Gleichzeitig kommt es mir vor, als wär es schon so viel länger! 

Klar, mir fehlt immernoch die eigene Wohnung. Und je länger ich bei meiner Kollegin wohne, desto mehr merke ich, dass eine WG eher nicht für mich geeignet wäre. Obwohl ich als gleichwertiges Mitglied der Wohngemeinschaft gesehen werde, habe ich Hemmungen, mich komplett wie zuhause zu fühlen. Ich nutze die Küche nur bedingt, und würde auch nicht einfach so ins Wohnzimmer sitzen, außer meine Kollegin wäre da. 

Abgesehen davon fühl ich mich hier sehr wohl. Die Kollegen haben mich bei der Arbeit gut angenommen, und ich muss manchmal sogar eher Verabredungen absagen, weil ich mich selbst etwas überfordere. 

Meinen fürchterlichen Red Bull Konsum habe ich in der ersten Woche schon verdoppelt. Statt einer Dose pro Tag trinke ich jetzt zwei Dosen, manchmal sogar eine große und eine normale. Trotzdem (oder vielleicht auch deswegen?!) bin ich abends totmüde und geh oft schon um 9 / halb 10 ins Bett. Morgens wach ich auf mir dunkelschwarzblauen Ringen unter den Augen, ich sehe aus, als wäre ich verprügelt worden. 

Alles in allem weiß ich, dass ich nicht sonderlich gesund lebe, und das sicherlich eine große Rolle spielt bei meiner dauernden Erschöpfung. 

Mir wurde jemand empfohlen, der Akupunktur und chinesische Medizin anbietet. Ich würde das sehr gerne ausprobieren, auch wegen meiner chronischen Fußverletzung, die mich daran hindert Sport zu machen. Allerdings ist die Behandlung anfangs teuer und zeitaufwendig, daher geht das erst, wenn ich eine eigene Wohnung habe und mich auch finanziell eingewöhnt habe. 

Bis dahin versuche ich jetzt mal den kalten Entzug, sozusagen. Meine Kollegin, die selbst sehr gesund lebt, unterstützt mich, in dem sie ein Auge auf meine Einkäufe hat. Ich werde es heute mit einer Brausetablette mit Vitaminen und ein wenig Koffein versuchen. Falls ich es gar nicht aushalte, kann ich immernoch in der Mittagspause eine Dose Red Bull kaufen. Dann aber die Zuckerfreie, die ist zwar nicht gesünder, aber definitiv schwächer. 

Meine Mutter hat einiges im Internet recherchiert, unter anderem, dass manche Leute wirklich Hilfe von einem Arzt brauchen, um von Red Bull los zu kommen. Alle beschreiben Entzugserscheinungen wie Kopfschmerzen, Übelkeit, …. 

Ich bin sehr gespannt, wie ich klar kommen werde.  

Ein Gedanke zu “Auf in die 4. Woche

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