Chaos im Kopf

…das nicht zulässt, meine Gedanken sortiert auf Papier bzw. ins Internet zu bekommen. Zu viel passiert auf einmal. 

Das wichtigste ist wohl, dass meine Katzen jetzt auf dem Weg sind. Sie kommen per Auto und Fähre über Frankreich und England hier her. Ich freue mich natürlich sehr, kann die Vorfreude aber noch nicht genießen. Viel zu groß ist die Angst, dass etwas schief geht, sei es mit der Einreise oder mit den Katzen selber. Das letzte Update war, dass mein Kater so Panik hatte, dass meine Freundin ihn auf den Schoß genommen hat und ganz gezielt langsam und tief geatmet hat, in der Hoffnung, ihn damit zu beruhigen. 

Letzter Tierarztbesuch vor der großen Reise 

Ansonsten kämpfe ich gerade sehr mit meinen alten Verhaltensmustern. Auf Grund früherer Erlebnisse in meiner Kindheit und mit vergangenen Beziehungen habe ich ein übersteigertes Bedürfnis nach Sicherheit und Anerkennung. 

Momentan hat ein Kollege frei und ich mach die erste irische Urlaubsvertretung. Da ich noch immer einige Sachen nicht weiß, muss ich oft fragen, fühle mich manchmal überfordert. Der Kollege, der mit mir vertritt, ist selbst noch neu. Wir Boxen uns irgendwie durch, aber es gibt mir selbst nicht die Bestätigung, die ich mir wünsche oder die ich brauche. 

Dann die Sorge um die Katzen. Ich fühle mich Machtlos, ich muss meinen Freunden zu 100% vertrauen. Das tu ich auch! Trotzdem macht es mich nervös. Mit Vertrauen kenne ich mich nicht gut aus, bisher ist das meistens schief gelaufen. Ich weiß dass die Katzen bei meinen Freunden in guten Händen sind, aber ich bin eben nicht dabei. Wenn irgendwas passiert dann bin ich nicht da! Dieser Gedanke bringt mich an den Rand einer Panikattacke. Ich fühle mich innerlich unruhig und angespannt und könnte einfach so los heulen, vorhin wurde mir sogar schwindelig. 

Wenn ich in so einer Stimmung bin, brauch ich noch mehr Bestätigung / Zuwendung als sowieso schon – und ich weiß, dass mein Bedürfnis da eher an der Obergrenze liegt. Jetzt ist es jedenfalls noch stärker, und da ich das so im Moment nicht bekomme, wie ich es gerne hätte, drehen meine Gedanken erst recht durch. Wird mit mir nur gespielt? Vielleicht war das alles gar nicht ernst gemeint? War das nur ein bisschen „Spaß“? Ich möchte hier im Moment nicht zu sehr ins Detail gehen, aber um es kurz und klar zu sagen: ich fühle mich benutzt, wertlos und einsam. Das schlimmste daran ist, dass ich weiß, dass es dazu keinen Grund gibt. Ich analysiere zu viel, grübel zu viel, zerdenke alles. Ich weiß das. Ich les mir jede Nachricht die ich erhalte so oft durch, bis ich etwas negatives an ihr finde. Obwohl ich das weiß, kann ich es nicht stoppen. 

In gewisser weise versuche ich mich selbst zu schützen – vor unüberlegten Handlungen oder Äußerungen – die die Menschen in meinem Umfeld vielleicht verletzen oder gar vertreiben könnte, indem ich mich zurück ziehe in das Gedankenkarusell in meinem Kopf. Das hat zwar den Vorteil, dass ich niemanden vor den Kopf stoße, aber leider auch den Nachteil dass ich nur noch mehr grüble. 

Die ultimative Lösung wäre ins Bett gehen und schlafen. Normalerweise sieht die Welt nach einem guten Schlaf schon wieder ganz anders aus. Heute muss ich jedoch meine Wohnung vorberieten für die Ankunft der Katzen und da ich mich dabei auf nichts spezielles konzentrieren muss, werde ich da noch mehr nachdenken… 

Manchmal wünsche ich mir wirklich einen Aus-Knopf für meinen Kopf! 

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