Wenn man um Käse bittet und Nudeln kriegt 

Scheiss Tag, scheiss Woche, scheiss Monat…scheiss Geld und scheiss alles. 

Klingt gut? Ja. Ist auch super gut. 

Irgendwie bin ich grad der Mülleimer für die Probleme aller. Ich soll jedem zuhören, für alle da sein, immer helfen, aber nach mir fragt keiner. 

Ich dachte ich hätte wenigstens bei der Arbeit Aussicht auf Besserung. Ein paar Dinge sind falsch aufgeteilt, ein Kollege ist nicht richtig eingelernt worden, somit hängt vieles wieder an mir, obwohl ich die neueste im Team bin – oder vielleicht gerade deshalb. Wir wollten uns am Montag zusammen setzen und alles besprechen und neu aufteilen. Dann würde die Chefin krank, und es hängt wieder alles an mir. 

Nachdem ich dann gestern  wieder stundenlang die Probleme anderer gewälzt hatte – privat und beruflich – saß ich im Bus, mit 20 Cent in der Tasche und Toastbrot ohne Belag auf dem Speiseplan. (Zahltag ist erst heute. Seufz.) ich war so genervt dass ich nicht mal mehr Musik hören wollte, und das kommt bei mir sozusagen überhaupt nicht vor. Aus einer Idee heraus schrieb ich meiner Nachbarin, ob sie eine Scheibe Käse für mich hätte, für mein Toast. Ich hatte ihr auch schon öfter ausgeholfen, da dachte ich, kann ich ja mal fragen. 

Kurz später stand sie an meiner Tür mit einem Teller Nudeln mit Tomatensoße, fertig angerichtet mit Kräutern drauf und Gabel drin. 

Ich hätte heulen können vor Rührung. 

4 Gedanken zu “Wenn man um Käse bittet und Nudeln kriegt 

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