Panik, Zucker, Koffein

Seit ein paar Wochen habe ich wieder Panikattacken. Keine Ahnung warum, sie kommen und gehen wie sie Lust haben, ohne Grund und ohne Anmeldung.

Ein kleines bisschen habe ich schon Angst vor der Angst, Angst davor, eine Panikattacke zu bekommen, mit der ich nicht umgehen kann. Zum Glück ist das bisher nicht der Fall gewesen und ich habe die Lage ganz gut im Griff.

Ich habe kürzlich von einer Bekannten erfahren, dass Kortison Panikattacken auslösen kann. Meine letzte Kortisonspritze ist schon Jahre her, ich kann mir nicht vorstellen, dass das der Auslöser ist. Andererseits braucht dieses Mittel sehr lange, bis es abgebaut wird.

Mein Schwarztee-mit-Zucker-Konsum ist vermutlich auch nicht hilfreich. Ich merke keinen direkten Unterschied, wenn ich Tee trinke, aber sicherlich trägt das Koffein auch zum Herzrasen bei.

Ohne Koffein geht es aber nicht, dazu schlafe ich momentan zu schlecht. Auch schon seit Wochen. Ich bin ja froh, dass ich die Red Bull Sucht hinter mir habe. Ich kann mittlerweile tatsächlich mal ein oder zwei Dosen trinken und dann wieder aufhören damit, und ich trinke dieses Teufelszeug nur noch höchstens einmal im Monat, wenn die Müdigkeit mal ganz schlimm ist.

Jedenfalls passiert es mir wieder regelmäßig, dass ich ganz plötzlich Herzrasen bekomme. Mein Magen zieht sich dann zusammen, ich fange an zu schwitzen aber friere gleichzeitig. Nicht selten fangen meine Hände und Knie an zu zittern, meine Stimme zittert mit. Ich versuche dann ganz ruhig in den Bauch zu atmen und mich abzulenken. Am besten geht das, wenn ich fotografiere oder ein Buch lese / einen Film schaue – sozusagen mein eigenes Leben kurz verlasse. Auch eiskaltes Wasser hilft manchmal, wenn ich es über die Handgelenke laufen lasse.

Ich wüsste gerne, woher ich diese Attacken habe, denn ich habe das Gefühl, dass sie bleiben, bis ich die Ursache gefunden habe. In meinem Jahr hier in Irland habe ich so viel gelernt, bin persönlich stärker geworden und an all den neuen Situationen gewachsen anstatt zu scheitern. Ich habe momentan auch keine Depression,ich habe meine Wohnung, meine Arbeit und mein Leben im Griff. Ich verstehe es nicht.

4 Gedanken zu “Panik, Zucker, Koffein

  1. suzyintheflow schreibt:

    Oje, ich hoffe, du findest schnell raus was die Attacken auslöst. Das ist furchtbar unangenehm! Ich hatte vor zig Jahren mal so eine Phase, 6 Jahre lang. Auch ich war extrem müde und hatte oft das Gefühl, gleich in Ohnmacht zu fallen, dazu Muskelkrämpfe in den Unterarmen. Bis ich zufällig rausfand, was das auslöst: Filterkaffee. Jeder andere Kaffee geht, aber kein Kaffee, der durch Papier gefiltert wird. Wie wäre es mit einem Ess- und Trinktagebuch, vielleicht ergibt sich ein Muster?

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  2. samybee schreibt:

    Bei mir kamen sie, wenn die stressigen Phasen vorbei waren. So als könnte mein Körper gar nicht glauben, dass er den Alarmmodus verlassen darf. Da er keinen sinnvollen Alarm mehr hatte, passierte es einfach so. So ein bisschen wie eine Allergie, bei dem das Immunsystem auf ungefährliche Sachen anspringt, weil es wegen zu viel Desinfektion keine sinnvolle Aufgabe hat. Es nutzte sich irgendwann ab. Nur nicht aufgeben. Vielleicht muss dein Körper erst noch merken, dass Du wirklich in Irland angekommen bist!

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