V wie *very*

Und zwar very thankful.

Während ich das hier schreibe, sitze ich an meinem Schreibtisch, eine Tasse Tee neben mir, im Hintergrund leise Musik. Meine Katzen sitzen um mich rum, draussen regnet es, aber das trägt nur zur gemütlichen Stimmung bei.
Heute morgen war ich mit meiner Nachbarin von über mir spazieren. Nicht weit, da mein Fuß immernoch zickt, aber 5km waren es dann doch. Trotz Nieselregen liefen wir am Meer entlang und hatten den Strand größtenteils für uns allein. Es tat so gut, einfach tief durchzuatmen!
Mir wurde – mal wieder – bewusst, wie wahnsinnig Glücklich ich mich eigentlich schätzen kann. Und dafür bin ich sehr, sehr dankbar.

Klar, mein Leben ist nicht perfekt. Bei der Arbeit gibt es mal Stress, die Heizung zu Hause funktioniert oft nicht. Das Geld ist meistens knapp, ich bin manchmal einsam. Aber wäre das Leben nicht langweilig, wenn es immer nur perfekt wäre? Brauchen wir nicht einen holprigen Weg, um daran wachsen zu können?
Wir (in dem Fall jetzt ich, aber auch wir als Gesellschaft generell) sollten uns viel öfter viel mehr auf das Konzentrieren, was wir haben, anstatt dem hinterher zu trauern, was wir nicht haben.

Ich wohne in dem Land, von dem ich schon mit sechs Jahren gesprochen habe.
Ich habe eine gemütliche kleine Wohnung, in Laufnähe zum Meer. Als ich angefangen habe, hier nach einer Bleibe zu suchen, wurde ich oft belächelt. Man glaubte nicht, dass ich eine Bude finden würde für mich alleine (WGs sind hier üblicher), in der Katzen erlaubt sind, und dann auch noch bezahlbar und in der Nähe des Meers. Guess what, ich hab genau das gefunden!
Gestern vor genau einem Jahr kamen meine Freunde aus Deutschland und brachten mir die Katzen. 27 Stunden sind sie gefahren, nur um mich und die (damals nur) zwei Fellnasen zu vereinen. Als ich gestern daran gedacht habe, musste ich direkt ein Tränchen verdrücken. Niemals werde ich meinen Freunden das vergessen! Auch wenn der Besuch damals anstrengend war für mich, aber sie haben es mir ermöglicht, dass ich meine Katzen bei mir haben kann!
Meine Katzen lieben ihr neues zuhause, die Freiheit, die sie hier haben. In Deutschland waren sie reine Wohnungskatzen.
Ich habe neue Freunde gefunden, und alte Freunde wieder getroffen.
Ich habe wahnsinnig viel gelernt im letzten Jahr, über mich selbst, über das Leben.
Und ich freue mich sehr auf die Monate, die jetzt vor mir liegen, mit viel Besuch aus der Heimat, mit einem Tagesausflug nach Schottland, und ich werde ein paar meiner liebsten Musiker live sehen können! Wie toll ist das bitte!

Klar, das eigene kleine Cottage mit Meerblick, Schauckelstuhl (boah, das deutsche Wort wollte mir gerade nicht einfallen…beinahe hätte ich Wackelstuhl geschrieben) und ein paar Tieren hinterm Haus fehlt noch. Aber kommt Zeit, kommt Cottage!

Ich glaube, ich kann mich verdammt glücklich schätzen. Roll on, 2018, show me your beauty!

Cattle and sheep

Seamus Sheep and Caitlin Cattle (da steht noch ein Kalb hinter der Kuh…)

Maja Feet-2

Meine Nachbarin hat netterweise für mich gemodelt

Moody Malahide Marina

Moody Malahide Marina

Seashells

Und hier hat Frau Nachbarin die Muscheln dekoriert, damit ich sie fotografieren konnte.

Sheep and Cattle

Nochmal Seamus Sheep und Caitlin Cattle. Ich bin ja immer fasziniert wie weich die Nasen von Tieren (Schafen, Rehen etc) sein können!

Nochmal Moody Malahide Marina

Awwwwwwww

2 Gedanken zu “V wie *very*

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