Hach wie schön!

….schreibt mir doch gerade meine liebe Freundin aus Kindheitstagen – wir lernten uns kennen als wir wenige Monate alt waren, in einer Baby Krabbel Gruppe – dass sie im August heiraten wird, und falls ich an dem Datum zufällig in Deutschland wäre, würde sie sich freuen, wenn ich käme.

Nun, ich denke, es erklärt sich von selbst, dass das für mich eine Art Pflichttermin ist und ich es mir nicht nehmen lassen werde, bei dieser Trauung anwesend zu sein!

Seit gut 29 Jahren kennen wir uns. Selbst als sie in der zweiten Klasse weg gezogen ist, haben wir uns nicht aus den Augen verloren – und damals gab es noch kein Handy und Internet! Wir haben uns noch echte Briefe geschrieben, und ab und an telefoniert. Unsere Eltern ermöglichten es, dass wir uns noch ein paar mal treffen konnten. Später blieben wir über Facebook und Whatsapp in losem Kontakt und trafen uns immer mal wieder, ein zwei mal im Jahr. Wann immer wir uns treffen, es ist jedesmal sofort wieder, als hätten wir uns gestern erst gesehen!

Früher ware wir einmal die Woche beim Kinderturnen – immer Donnerstags. Hinterher bekam jede von uns eine Mark, und wir durften uns beim Bäcker eine Brezel kaufen. Das war der „Brezeltag“. Wenn’s irgendwie geht, machen wir den auch heute noch, wann immer wir uns treffen. Als ich nach Irland gezogen bin, hat sie mir eine Kette mit einem Brezel Anhänger geschenkt – die habe ich seit dem nie abgelegt.

Ich erinnere mich auch noch gut an die erste Klasse. Wir hatten beide lange, blonde Haare, trugen beide oft (ähnliche) Kleider. Wir hatten auch den gleichen Schulranzen – aus Leder, mit Regenbogen drauf, und der gelbe Streifen reflektierte. Einmal hatten wir nach der Schule die Idee, unsere Jacken zu tauschen. Selbst unsere Mütter mussten zweimal schauen, wer nun wer ist!

Wir hatten zusammen privaten Flöten Unterricht bei einer tollen, talentierten Musiklehrerin, zu der ich heute noch Kontakt pflege. Ein Haus voller Instrumente, mit der Blockflöte fing man an, und danach durfte man alle Instrumente ausprobieren und lernen. Ganz ohne den Druck, den die Musikschulen oft machen. Hach war das ein Spaß! Ich vermute, die Musiklehrerin würde die Geschichte anders erzählen – ohne das Wort Spaß…. 😉

Ich freu mich so wahnsinnig für sie, ich könnte fast einen Kopfstand machen! (Ich lass es lieber, aus Selbstschutz…..)

Ein Gedanke zu “Hach wie schön!

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