Glasgow, nice to meet you!

Nach einer langen (bzw kurzen) Nacht, die ich im Bad verbracht habe (Details erspare ich euch, ich sage nur: nie wieder Cocktail Soße von Tesco!), stand ich letzten Sonntag um 5 Uhr gemeinsam mit meinen Nachbarn und deren Arbeitskollege am Flughafen in Dublin und fühlte mich elend.

Die Reise ging nach Glasgow, das hatten wir vor ein paar Wochen relativ spontan gebucht, da Ryanair die Flüge sehr günstig angeboten hat. Ich war nicht die einzige, die kaum geschlafen hat: meine Nachbarn waren von der Arbeit so verdreht, dass sie nicht schlafen konnte, und der vierte im Bunde hat beschlossen, einfach gar nicht erst ins  Bett zu gehen – er hatte den längsten Weg zum Flughafen und musste noch früher los als wir.
Müde und gähnend standen wir also da und ich dachte mir nur….wer zur Hölle kam auf diese schwachsinnige Idee?! Oh. War wohl ich.

Nach 35 min Flug landeten wir schon in Schottland. Sonntags morgens um die Uhrzeit hatten selbst die meisten Cafés noch geschlossen, und irgendwo ein Frühstück zu finden war eine Meisterleistung. Der Herr Nachbar wurde schon etwas quengelig, und ich hoffte nur, dass das nicht den ganzen Tag so weiter geht. Wir fanden einen Costa – das ist wie Starbucks, nur nicht so teuer – und selbst ich konnte endlich wieder was zu mir nehmen und auch drin behalten. Frisch gestärkt ging es also los.

Glasgow Georges Square.jpg

Georges Square

Wir liefen zum George Square und von dort weiter zur Kathedrale. Frau Nachbarin war das schon zu weit zum laufen, ihr taten die Füße weh. Die Kathedrale konnten wir auch leider nicht komplett besichtigen, da im vorderen (schöneren) Teil eine Veranstaltung war. Aber die Necropolis direkt dahinter hat mich persönlich begeistert.

Glasgow cathedral

Kathedrale

Glasgow necropolis blue doorGlasgow necropolis reflections

Glasgow Necropolis

Der Eingang zur Necropolis

Glasgow old house

Ich hätte dort noch sehr viel länger verbringen können, aber….Herr Nachbar war hungrig. Wir liefen also zurück ins Stadtzentrum und suchten uns ein Restaurant. Wir einigten uns auf italienisch – Pizza isst halt einfach jeder gern. Leider war aber auch das wieder schwierig: die Kellnerin kam zu schnell, um die Bestellung aufzunehmen, das Cola war von Pepsi, die Öffnung vom Glas zu klein. Ich fühlte mich immernoch schwach von der Nacht davor und entschied mich, das ganze Gemecker zu ignorieren und das Beste aus dem Tag zu machen. So einfach war das aber nicht, denn kurz danach wurde über die Deutschen hergezogen (die drei Mitreisenden waren Kroaten). Da war es mir fast schon lieber, wenn sie sich in ihrer Muttersprache unterhielten, wenigstens musste ich dann nicht so tun, als würde ich zuhören. Nach dem essen jammerte Herr Nachbar direkt wieder, wie müde er doch sei, und dass er jetzt gerne schlafen würde. Zum Glück war wenigstens der Kollege von Herr Nachbar meiner Meinung: ein bisschen was müssen wir uns schon noch anschauen!

Schnell wurde ein Ziel gefunden: Das Transport Museum (Autos, Fahrräder, Eisenbahnen….). Laufen wollte natürlich wieder niemand, oder zumindest nicht Herr und Frau Nachbar. Leider machte sich auf dem Weg dort hin auch mein Bauch wieder bemerkbar, und obwohl ich das Verhalten der anderen eigentlich ziemlich daneben fand, war ich in dem Museum dann doch froh, dass wir nur eins der Stockwerke anschauten.

Glasgow museum

im Museum

Glasgow museums schiff 2

Das Museumsschiff

Glasgow museums schiff the gang

Die Mitreisenden

 

Eigentlich wollten wir, also der Kollege der Herrn Nachbar und ich, nach dem Museum noch am Kanal entlang laufen und uns die Skyline näher anschauen. Glasgow hat eine interessante Mischung aus modernen, neuen Gebäuden, und ganz alten. Herr und Frau Nachbar hatten aber genug und entschieden, dass der Tag frühzeitig beendet wird. Da es mir wieder zunehmend schlechter ging, folgte ich den beiden, anstatt mich einfach alleine auf den Weg zu machen. Nach einem letzten Foto ging es also zurück in die Innenstadt, wo wir noch ca. eine Stunde in einem Café tot schlugen.

Glasgow skyline.jpg

Wir waren viel zu früh wieder am Flughafen. Natürlich hatte Herr Nachbar mal wieder hunger und wir aßen ein überteuertes Abendessen in einem der Airport Restaurants. Wenigstens gab es dort eine Apotheke, in der ich Schmerztabletten kaufen konnte. So überstand ich den Heimflug ganz gut, und nach fast 20 Stunden kam ich dann endlich wieder zu Hause an.

Fazit eins: Glasgow ist schön und ich hätte gerne mehr gesehen, aber es ist sicherlich nicht die schönste Stadt der Welt (oder Schottlands)

Fazit zwei: Solche Tagestrips machen Spaß, aber nächstes mal reise ich alleine (und esse keine Tesco Cocktail Soße am Tag davor!)

10 Gedanken zu “Glasgow, nice to meet you!

  1. Alex Gaus schreibt:

    Ich wohne in Glasgow und finde es immer interessant zu sehen wie andere die Stadt von außen sehen. Schön, dass es dir gefallen hat! Für nächstes mal empfehle ich definitiv ins West End in den Kelvingrove Park zu gehen, besonders die University of Glasgow ist sehr schön anzusehen! Glasgow ist außerdem berühmt für dessen Nachtleben :). Allerdings finde ich Edinburgh als Kurztripp auch sehr schön, viel Geschichte und Natur in einer solch großen Stadt.

    Gefällt 1 Person

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