Keine Qualität hat auch einen Preis.

Ich bin Hobbyfotograf. Ich fotografiere, weil es mir Spaß macht. Wenn ich irgendwann mal ein paar Euro damit verdienen kann, ist das schön. Wenn nicht, dann ist das auch ok, denn mir geht es um den Spaß.

Ich fotografiere seit knapp zwei Jahren, seit einem Jahr mit „Unterricht“ und echter Kamera. Meine Bilder sind okay. Nicht die besten, nicht die schlechtesten, und das ist völlig in Ordnung. Ich bin da einfach realistisch. Ich probiere gerne rum, spiele mit den Einstellungen und schau einfach, was passiert. Wenn’s schief geht, Pech gehabt. Hauptsache ich habe Spaß daran.

Kürzlich habe ich eine Fotografin kennengelernt, von der ich hier nun Stellvertretend für so viele mir bekannte Fotografen berichten möchte.

In dem Fall geht es um eine Hochzeitsfotografin, die auch Sport Events fotografiert. Für Geld. So, als Beruf. Zwar nicht ausschließlich, denn rein vom Fotografieren zu leben schafft kaum einer. Aber schon so regelmäßig und für ernstzunehmende Geldbeträge.

Sie erzählte mir, dass sie mit dem gleichen Kameramodell angefangen hat, das ich besitze, gab mir Tipps, motivierte mich, weiter zu lernen und erinnerte mich daran, das jeder mal klein angefangen hat.

Später zu Hause schaute ich mir ihre Instagram Seite an… und fragte mich, wer für sowas zahlt? Und woher sie diese Überzeugung nimmt, ihre Fotos zu verkaufen.

Die meisten Fotografen haben einen bestimmten Stil, eine art Handschrift. Mein Stil besteht vermutlich darin, dass ich versuche, meine Fotos möglichst natürlich wirken zu lassen.

Ihr Stil war schlichtweg nicht vorhanden. Die Fotos waren ein buntes Mischmasch aus allen möglichen Motiven, Themen, schwarz weiß, Farbe. Als wäre sie ein totaler Anfänger, also so ganz in bei den ersten Schritten.

Ihr Bildaufbau war sehr einfach, bezieht sich auf Basic wissen. Keine besondere Kreativität, keine ausgefallenen Posen oder Motive.

Nicht falsch verstehen. Die Bilder waren nicht schlecht.

Aber auch nicht besser, als meine es sind. Hier mal ein Glückstreffer, da mal ein misslungenes Bild. Einfach nichts besonderes.

Wer zahlt für sowas?

Und wo finde ich das Selbstbewusstsein, sowas zu verkaufen?

10 Gedanken zu “Keine Qualität hat auch einen Preis.

    • Lea schreibt:

      Wenn ich unterwegs Hunde fotografiere bitte ich die Leute immer, mir die E-Mail Adressen zu geben damit ich die Bilder weiter schicken kann. da ich (noch) kein Geld verlangen kann/möchte hatte ich mich ehrenamtlich dem Tierheim angeboten. Die Posten immer so schrecklich schlechte verschwommene Bilder…. aber sie haben abgelehnt.

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  1. Sven schreibt:

    It’s funny – I feel the same way about my photos – the very best of them are very pleasing to me, but I can’t imagine selling them (or putting them out there for others to buy). The internet, digital photography and the plethora of stock photo and photo selling sites means there’s a limitless supply of photos out there.

    There seem to be two avenues – those with the self confidence (arrogance) that push their „brand“ on social media and become „influencers“ (how I despise that term), and those who get photos spotted and used in books, magazines, art exhibits from time to time and end up with the occasional paying job. Few and far between now.

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    • Lea schreibt:

      Very true, there’s not much left inbetween.
      As I don’t want to ask people for money, but still want to do something with my photography, I offered the local animal shelter to volunteer for them, take photos of the animals – the better the picture the higher the chances someone adopts them. Well…. they refused. So now im back to just taking photos for my own pleasure.

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