Umbruchspanik

Ich kann zwar auch mal spontan sein, aber wenn’s um die wichtigen Dinge des Lebens geht, bin ich doch eher ein Gewohnheitsmensch. Ich mag es, eine Routine zu haben, Dinge, Situationen die mir vertraut sind.

Momentan gerät meine Gewonheit aber ins Wanken. Es sind nur Kleinigkeiten, eigentlich. Aber für mich bedeutet das Stress.

Nicht alles davon ist negativ – z.B. dass ich für ein Talentförderungsprogramm meiner Firma vorgeschlagen nominiert wurde, ist toll. Zumindest größtenteils. Der Teil, in dem ich eine Präsentation halten muss, weckt jetzt schon den Gedanken mich zu übergeben.

Ansonsten sind es kleinere Dinge wie…neue Mitarbeiter, die mir unsympathisch sind, mehrere Geschäftsreisen, auf die ich mich zwar freue, die aber natürlich absolut nicht in meiner Routine vorkommen.

Letztes Wochenende hatte ich zwei Touristen Touren zu führen und konnte somit meiner Samstagsroutine nicht nach gehen.

Die letzten drei Wochen hatte ich mindestens einmal pro Woche eine Abendveranstaltung nach der Arbeit, was ebenfalls meine Routine durcheinander gebracht hat.

Es sind wirklich Kleinigkeiten, aber es hat gereicht, dass ich die letzten Tage immer wieder Momente hatte, in denen ich am Rande einer Panikattacke war, mit Herzrasen und zittern und Bauchschmerzen.

Das gute ist, ich weiß mittlerweile wie ich mit solchen Situationen umgehen muss. Tief atmen, kaltes Wasser über die Handgelenke laufen lassen. Beide Füße fest auf den Boden – mich erden. Und Pläne machen, wann und wie ich meine Routine wieder aufnehme.

Das wäre dann heute. Samstag. 9.30h der monatliche Termin zum Nägel machen und Augenbrauen waxen, dann Frühstück im Café, einkaufen. Nach Hause, aufräumen, putzen, und danach Füße hoch legen – oder ein paar Fotos machen gehen, je nach Laune.

Routine wieder hergestellt, Krise abgewandt. Nochmal gut gegangen! 😉

6 Gedanken zu “Umbruchspanik

  1. autistanbord schreibt:

    Ich beneide dich gerade etwas, dass das bei dir doch relativ einfach geht… (Bei mir ist das… natürlich der lustigen Gehirnverkabelung geschuldet – etwas komplizierter, die Routine wiederherzustellen).

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  2. rosabluete schreibt:

    Beruhigend dass es noch menschen gibt die ähnlich ticken,
    ist bei mir auch so, sobald einiges anders läuft ist solch eine unruhe in mir dass ich total schlecht schlafe und k.o bin.
    ich brauche auch in der regel meine routine, auch wenn sie mich manchmal selbst langweilt.

    Gefällt 1 Person

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