Wie blöd eigentlich.

Letzte Nacht wachte ich auf von einem Alptraum.

In meinem Ttaum war ich alleine Zuhause und aus irgendeinem Grund hatte ich wahnsinnige Angst, jemand könnte einbrechen. Im Traum hielt ich einen Kopfhörer mit beruhigender Musik an ein Ohr, versuchte mit dem anderen Ohr zu hören, ob jemand kommt, und überlegte mir nebenher, was am besten wäre: mich schlafend stellen oder schreien, falls jemand einbricht.

Ich muss wohl nicht erwähnen, dass ich leicht panisch und mit ungutem Gefühl aufwachte. Beim aufwachen merkte ich, dass ich ganz an der Kante des Bettes lag, und ich versuchte mich nach innen zu drehen. Dort lag aber mein Freund, der auch einen ziemlichen mist träumte und mit beiden Armen, einem Bein und aller Kraft versuchte, mich aus dem Bett zu schieben! Ich musste ihn tatsächlich aufwecken. Er entschuldigte sich, erzählte von seinem Traum, der mit mir rein gar nichts zu tun hatte, und wir schliefen weiter. Oder versuchten es.

Der Herr war recht unruhig, was dann auch bei mir zu Unruhe führte, und als es Zeit für mich war, aufzustehen, fühlte ich mich sehr angespannt und nervös, inklusive Magen zusammenziehen und Herzrasen.

Das hatte ich jetzt seit ca 2 Wochen nicht mehr und dachte, ich hätte die Panik Phase überstanden. Direkt ärgerte ich mich über mich selbst und stand schlecht gelaunt und gerädert auf.

Ich kann dieses ungute Gefühl nicht abschütteln. Es hängt über mir wie eine dunkle Wolke. Ich verstehe gar nicht, wieso – der Traum war nur ein Traum, ich habe mich noch nie unsicher gefühlt in meiner Wohnung, und mein Freund hat ja nicht mich weg geschoben, sondern auch nur auf seinen Traum reagiert. Wir hatten auch heute morgens noch ein völlig normales und angenehmes Gespräch, und trotzdem hängt diese dunkle Wolke da….und ich will einfach nicht, dass sie anfängt zu regnen.

Krampfhaft versuche ich mich also, auf das positive zu konzentrieren, mir immer wieder zu sagen, dass alles okay ist. Ich versuche, die Gefühle die ich habe, anzunehmen, und dann los zu lassen. Es funktioniert nicht.

Und dann werde ich so frustriert dass ich all die negativen Dinge aufsauge wie ein Schwamm das Wasser. Die Kollegin, die dauernd lautstark Schleim den Rachen hoch zieht. Der Kollege, der die ganze Zeit am Telefon nur meckert. Die Kollegin, die mit ihrem Besteck auf dem Teller kratzt. Das System, das immer auf einem bestimmten Bildschirm langsam wird. Das Handy, das stumm bleibt (vermutlich weil der Herr noch schläft).

Warum kann ich nicht einfach mal tief durch atmen und dann einfach wieder zurück zu meiner guten Laune der letzten Tage gehen?

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