Update

Still ist es hier geworden. Das liegt vielleicht ein bisschen daran, dass ich eigentlich dauernd beschäftigt bin, aber vielleicht auch ein bisschen daran, dass mir meine derzeitigen Problemchen wie jammern auf hohem Niveau vorkommem. Aber es gibt mich noch!

Wir sind derzeit in der Planungsphase des Hausbaus. Der Architekt lässt sich viiiiiiel Zeit zwischen den veränderten Entwürfen, was meiner deutschen Effizienz und dem italienischen Temperament gar nicht schmeckt. Wir hatten gehofft, so etwa im Oktober mit dem Bau zu beginnen, aber momentan sieht es eher nach nächstem Jahr aus.

Meine – unsere- Wohnsituation nervt aber zunehmends. Dauernd hat meine Vermieterin großes Drama, in das sie uns Mieter mit hineinzieht. Dauernd läuft über mir die Waschmaschine um 23 Uhr, wenn ich schlafen möchte. Morgens um 6 wecken mich Schritte und fallende Gegenstände von oben. Mein Garten und der Weg zu meiner Eingangstür sind Minenfelder – nur dass die Minen stinkende braune Haufen sind, die die Nachbarin nicht weg räumt, wenn ihr Hund sie hinterlässt. Die Heizung läuft grundsätzlich bei gutem Wetter, wenn’s kalt ist, ist sie aus. Der Freund arbeitet meist am Wochenende wenn ich frei habe. Er hat ein Auto, ich nicht, ich bin also darauf angewiesen, dass er mich abholt. Was wegen der Arbeit nicht immer geht. Somit sehen wir uns momentan meist nur zwischen Tür und Angel und grundsätzlich nur wenn einer von uns müde und erschöpft von der Arbeit ist. Seine Mitbewohner sind das Gegenteil von uns – hauptsächlich der Alkohol fliesst. Im Kühlschrank stehen 4 Butter Dosen, aber für unser Abendessen hat es keinen Platz. Man trägt kurze Hose und Unterhemd, hat aber bei 15 grad Aussentemperatur Heizung und Elektroofen an, und wundert sich, warum die Nebenkosten so hoch sind.

Vor einigen Wochen bin ich gestürzt, Ergebnis: bone bruise. Eine Art Prellung im Knochen, zwischen Knorpel und Knochenmark. Mehrere Wochen Krücken, noch länger eine Schiene, und nach zwei Monaten zickt es immernoch. Nicht dramatisch, aber nervt.

Die Arbeit weiss nicht was sie will. Jeden Tag werde ich von Abteilung zu Abteilung geschoben, eigentlich gehör ich zur einen, soll aber in der anderen Aushelfen, jetzt gehör ich zu keiner mehr so richtig, jeder denkt, der andere informiert mich, somit informiert mich keiner und ich bin nirgends wirklich eine Hilfe. Zum Glück haben Netflix, YouTube und Disney+ viele tolle Programme die man jederzeit anschauen kann. Frustrierend, aber nicht mein Problem, wenn die Firma einerseits überlastet ist mit Arbeit und gleichzeitig meint, sie wollen mich für Praktikantenarbeit mit Expertengehalt bezahlen.

Ein bisschen Lagerkoller ist auch am aufkommen. Langsam lockern sich hier alles, genug, dass man zumindest innerhalb des Landes wieder etwas unternehmen kann, aber nicht genug, dass ich ohne Auto irgendwo hin käme. Immer auf andere angewiesen zu sein nervt. Vorallem, wenn ich dran denke, dass mein Freund im August 2 Wochen nach Japan darf, Geschäftsreise, während ich ohne fahrbaren Untersatz nicht mal ans 6km entfernte Meer kann. Seufz.

Vor 4 Wochen ist meine kleine Monsterkatze gestorben. Ganz plötzlich erkrankt, und innerhalb von einer Woche war sie weg. Einfach so. Das war der dritte Verlust innerhalb von drei Monaten dieses Jahr. Erst der Familienhund meines Freundes, dann mein Opa, dann Tinsel. Blöd.

Natürlich ist nicht alles schlecht. Die Vorfreude auf das Haus ist groß, nach dem Haus kommt dann auch das Auto. Das Wetter wird immer besser ubd mein Knie auch, somit werden die Spaziergänge wieder länger und das tut gut. Das Antidepressiva nehm ich nicht mehr, dafür habe ich mir jetzt gewisse Rituale angewöhnt, die mehr Struktur in meinen Tag bringen und mir helfen. Seit fast 5 Wochen habe ich keine Zigarette mehr geraucht. Gut, ich gebe zu, der Vape ist mein ständiger Begleiter, aber auch der wird immer seltener aus der Tasche geholt. Meine Kamera hatte ich auch endlich mal wieder in der Hand. Mot ein bisschen Glück hat mein Freund das kommende Wochenende frei und wir können endlich mal wieder Zeit miteinander verbringen. Eventuell besuchen wir seine Eltern auf ihrem Boot – dafür hat Banjo eine Schwimmweste bekommen, die wahnsinnig süß aussieht.

Heute ist es übrigens auf den Tag ein Jahr, dass die kleine Fußhupe bei mir eingezogen ist. Ich könnte es mir nicht mehr anders vorstellen!

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