Update

Still ist es hier geworden. Das liegt vielleicht ein bisschen daran, dass ich eigentlich dauernd beschäftigt bin, aber vielleicht auch ein bisschen daran, dass mir meine derzeitigen Problemchen wie jammern auf hohem Niveau vorkommem. Aber es gibt mich noch!

Wir sind derzeit in der Planungsphase des Hausbaus. Der Architekt lässt sich viiiiiiel Zeit zwischen den veränderten Entwürfen, was meiner deutschen Effizienz und dem italienischen Temperament gar nicht schmeckt. Wir hatten gehofft, so etwa im Oktober mit dem Bau zu beginnen, aber momentan sieht es eher nach nächstem Jahr aus.

Meine – unsere- Wohnsituation nervt aber zunehmends. Dauernd hat meine Vermieterin großes Drama, in das sie uns Mieter mit hineinzieht. Dauernd läuft über mir die Waschmaschine um 23 Uhr, wenn ich schlafen möchte. Morgens um 6 wecken mich Schritte und fallende Gegenstände von oben. Mein Garten und der Weg zu meiner Eingangstür sind Minenfelder – nur dass die Minen stinkende braune Haufen sind, die die Nachbarin nicht weg räumt, wenn ihr Hund sie hinterlässt. Die Heizung läuft grundsätzlich bei gutem Wetter, wenn’s kalt ist, ist sie aus. Der Freund arbeitet meist am Wochenende wenn ich frei habe. Er hat ein Auto, ich nicht, ich bin also darauf angewiesen, dass er mich abholt. Was wegen der Arbeit nicht immer geht. Somit sehen wir uns momentan meist nur zwischen Tür und Angel und grundsätzlich nur wenn einer von uns müde und erschöpft von der Arbeit ist. Seine Mitbewohner sind das Gegenteil von uns – hauptsächlich der Alkohol fliesst. Im Kühlschrank stehen 4 Butter Dosen, aber für unser Abendessen hat es keinen Platz. Man trägt kurze Hose und Unterhemd, hat aber bei 15 grad Aussentemperatur Heizung und Elektroofen an, und wundert sich, warum die Nebenkosten so hoch sind.

Vor einigen Wochen bin ich gestürzt, Ergebnis: bone bruise. Eine Art Prellung im Knochen, zwischen Knorpel und Knochenmark. Mehrere Wochen Krücken, noch länger eine Schiene, und nach zwei Monaten zickt es immernoch. Nicht dramatisch, aber nervt.

Die Arbeit weiss nicht was sie will. Jeden Tag werde ich von Abteilung zu Abteilung geschoben, eigentlich gehör ich zur einen, soll aber in der anderen Aushelfen, jetzt gehör ich zu keiner mehr so richtig, jeder denkt, der andere informiert mich, somit informiert mich keiner und ich bin nirgends wirklich eine Hilfe. Zum Glück haben Netflix, YouTube und Disney+ viele tolle Programme die man jederzeit anschauen kann. Frustrierend, aber nicht mein Problem, wenn die Firma einerseits überlastet ist mit Arbeit und gleichzeitig meint, sie wollen mich für Praktikantenarbeit mit Expertengehalt bezahlen.

Ein bisschen Lagerkoller ist auch am aufkommen. Langsam lockern sich hier alles, genug, dass man zumindest innerhalb des Landes wieder etwas unternehmen kann, aber nicht genug, dass ich ohne Auto irgendwo hin käme. Immer auf andere angewiesen zu sein nervt. Vorallem, wenn ich dran denke, dass mein Freund im August 2 Wochen nach Japan darf, Geschäftsreise, während ich ohne fahrbaren Untersatz nicht mal ans 6km entfernte Meer kann. Seufz.

Vor 4 Wochen ist meine kleine Monsterkatze gestorben. Ganz plötzlich erkrankt, und innerhalb von einer Woche war sie weg. Einfach so. Das war der dritte Verlust innerhalb von drei Monaten dieses Jahr. Erst der Familienhund meines Freundes, dann mein Opa, dann Tinsel. Blöd.

Natürlich ist nicht alles schlecht. Die Vorfreude auf das Haus ist groß, nach dem Haus kommt dann auch das Auto. Das Wetter wird immer besser ubd mein Knie auch, somit werden die Spaziergänge wieder länger und das tut gut. Das Antidepressiva nehm ich nicht mehr, dafür habe ich mir jetzt gewisse Rituale angewöhnt, die mehr Struktur in meinen Tag bringen und mir helfen. Seit fast 5 Wochen habe ich keine Zigarette mehr geraucht. Gut, ich gebe zu, der Vape ist mein ständiger Begleiter, aber auch der wird immer seltener aus der Tasche geholt. Meine Kamera hatte ich auch endlich mal wieder in der Hand. Mot ein bisschen Glück hat mein Freund das kommende Wochenende frei und wir können endlich mal wieder Zeit miteinander verbringen. Eventuell besuchen wir seine Eltern auf ihrem Boot – dafür hat Banjo eine Schwimmweste bekommen, die wahnsinnig süß aussieht.

Heute ist es übrigens auf den Tag ein Jahr, dass die kleine Fußhupe bei mir eingezogen ist. Ich könnte es mir nicht mehr anders vorstellen!

Ein Schritt nach vorne, zwei zurück

Im Dezember wurde ich in eine neue Abteilung versetzt. Das war super. Weniger Druck, und endlich nicht mehr den cholerischen teamleiter. Mann war ich glücklich!

Auch sonst lief ja hier alles gut, mit Freund und so.

Bis kürzlich der erste Anruf kam: meine alte Abteilung hat so ein grosses Arbeitsvolumen und ist unterbesetzt da ein Kollege langfristig wegen burn out ausfällt und die andere Kollegin neu ist und nur 4 Tage pro Woche arbeitet ubd der dritte Kollege einfach…naja lassen wir das. Jedenfalls wurde ich in die alte Abteilung zurück geschickt. Anfangs wollte man mir das mit dem namen cross functional role schmackhaft machen, ein bisschen alte arbeit, ein bisschen neue arbeit. Blödsinn. Ich war nicht fisch nicht fleisch. Mittlerweile bin ich wieder 100% in der alten Abteilung habe aber nur die systemberechtigungen der neuen abteilung, was das ganze noch spaßiger macht. Ich könnte kotzen!

Dann kam der nächste Anruf: wer Opa nochmal sehen möchte, soölte sich beeilen. Das war Dienstag. Genau eine Woche später wurde er erlöst. Und es war wirklich eine Erlösung, für ohn, aber auch für alle anderen. 91 jahre alt ist er geworden. Da darf man gehen. Trotzdem ist es hart. Vorallem so weit weg zu sein. Keine Beerdigung um einen abschluss zu finden – jedenfalls nicht für mich. Kein letzter besuch, nur ein video anruf. Kein gemeinsames trauern, kein oma in den arm nehmen und sagen, ich bin für dich da. Es ist echt hart. Hier in irland werden beerdigungen per live stream an die familie übertragen, da nur 10 personen anwesend sein dürfen. Bei uns darf die ganze familie kommen. Ein live stream für mich (und evtl andere familienmitglider die weiter weg wohnen) wurde von denen, die ganz in der nähe wohnen, abgelehnt. Nicht dass davon etwas auf social media gepostet wird und jemand sie beim weinen und trauern sieht! Dass bei solchen live streams nicht die gäste gezeigt werden interessiert da nicht. Es muss so ein gutes leben sein, wenn man so egoistisch ist!

Was ich ja sehr merkwürdig fand: mein Hund saß auf mir mit gespitzten ohren, halb knurrend, halb fiepend. Ohne ersichtlichen grund. Paar minuten lang. Kurz darauf kam die nachricht, dass Opa nun von uns gegangen ist. Mein Hund & mein Opa kannten sich nicht.

Photostory

Hier mal ein paar der aktuelleren Fotos….

Nachbarin Chica
Banjo in seinem Bett
Trump (wegen der Gesichtsfarbe) und eine meiner Garnelen
Winterspaziergang
Banjo & Kumpel Ollie
Schau mal, ich hab einen Ollie erlegt!
Groessenvergleich

Hups.

Durch einen Kommentar auf meinem letzten post wurde ich sanft daran erinnert, dass ein update fällig ist…. hups! 😂 Aber sehen wir es mal so: mein Schweigen hier heisst ja eigentlich nur, dass ich im „echten Leben“ beschäftigt war. Und ausnahmsweise gibt es da auch nichts zu klagen.

Weihnachten war tatsächlich schön, auch wenn ich danach ein paar Tage ruhe gebraucht habe. Zu teilen seiner Familie hab ich ein gutes, enges Verhältnis aufgebaut, zu anderen teilen weniger, aber es gibt niemanden, den ich so gar nicht ab kann.

Der neue Job ist sooooo viel entspannter – auch wenn momentan wieder chaos herrscht, dank einem neu eingeführen Email Programm, das ich allen erklären muss. Aber es ist so gut, nicht weinend mit bauchweh aufzuwachen weil ich arbeiten muss.

Zum Aquarium ist ein zweites gekommen, eigentlich nur als „back up“ damit wir seine Fische da parken können, bis sein Aquarium neu gestaltet ist, aber ich glaube, ich werd’s behalten. Vorallem die Garnelen könnte ich stundenlang beobachten, und aus den 15 Garnelen wurden mittlerweis knapp 50 – die vermehren sich schneller als Hasen!

Mein Hund & die Katze meines Freundes verstehen sich mittlerweile ziemlich gut, was den Gedanken an ein zusammenziehen vereinfacht.

Im letzten Monat haben wir jeden Schrank und jede Schublade ausgemistet, bei mir und bei ihm, und alles neu organisiert. Das macht es so viel leichter, alles ordentlich zu halten, und für einen zukünftigen Umzug wird es auch hilfreich sein.

Jetzt hab ichs zwei mal erwähnt, ich sollte es wohl erklären. Mein Freund, mit dem ich jetzt 8 Monate zusammen bin, und den ich dank dem blöden Virus ganz anders und viel intensiver kennen gelernt habe als ein kennenlernen zu normalen Zeiten möglich gewesen wäre, baut ein Haus. Also, noch nicht, aber ende des Jahres wird es wohl los gehen. Es ist schon alles in Planung, er hat das Grundstück, Architekten etc. Es wird sein Haus sein, aber für ihn und seine Familie ist es selbstverständlich, dass es „unseres“ sein wird. Und das finde ich schön. Wann immer wir Zeit haben, schauen wir Grundrisse an, Möbel, überlegen was man wie einrichten könnte. Er bekommt eine Man Cave, ich ein Büro / Fotostudio. Wir sind zu 90% auf einer Wellenlänge, und bei den restlichen 10% haben wir schon kompromissmöglichkeiten gefunden. Es wird kein riesen Haus, aber es wird UNSERES. Das ist alles, was zählt. Ich freu mich schon so auf die ersten Entwürfe von Architekten und auf das aussuchen von Möbeln und Fliesen und Farben… 😁

Momentan pendeln wir. Dank dem social bubble system können wir uns nach wie vor sehen. Wir verbringen im Schnitt mindestens 5 von 7 Tagen zusammen, ohne uns dabei auf der Pelle zu sitzen. Für uns beide ist es völlig ok wenn er mal einen Abend lang Playstation spielt, während ich mein Buch lese, zB. Alles mit ihm ist so einfach!

Mit seinen Mitbewohnern im Haus spielen wir das „perfekte Dinner“ nach (ja, die Sendung gibts auch in Irland). Dieses Wochenende sind wir dran mit Kochen. Unser Motto: Clash of Cultures. Deutsch mit Irisch gemischt – wie unsere Beziehung eben! So sehr ich kochen hasse, aber das wird glaube ich ganz lustig.

Ich kann mich also wirklich nicht beklagen. Und das will was heissen!

Weihnachtsstress im November

Ich bin ja kein Freund von Weihnachten. Nicht mal im entferntesten. Also, Weihnachten und ich sind nicht mal gute Bekannte. Wenn Weihnachten ein Facebook Profil hätte, würde ich es löschen. Der ganze Kommerz ist mir einfach zu viel. Man gibt Geld aus das man nicht hat für Geschenke die der andere nicht braucht. Man „muss“ Tante Edeltraut wieder ein Parfum kaufen und man „muss“ bei Onkel Friedhelm zum Kaffee kommen. So viel „muss“ und „zwang“ – wo bleibt denn da die Besinnlichkeit, die Weihnachten eigentlich sein sollte? In meiner Familie ist das mit dem schenken nicht so ein Ding, aber trotzdem waren unsere Weihnachtsfeste immer eher schwierig, und irgendwer endete immer am Streiten mit irgendwen, während man gleichzeitig total angespannt versucht genau das zu verhindern.

Nun kam ja dieses C Wort in unser Leben und machte alle Reisepläne zu Nichte. War ich jetzt nicht so wirklich traurig, in dem Fall. Ich habe aber nicht damit gerechnet, dass mein Freund Weihnachten liebt! Upsi. Für ihn stand es völlig ausser Frage, dass ich mit zu seiner Familie komme. Das stand nicht zur Debatte, das IST so. Zu dem Zeitpunkt hatte ich seine Mutter + Stiefvater zwei mal für jeweils 10 Minuten getroffen. Den Rest der Familie noch gar nicht. Naja, dachte ich, werde ich schon überleben. Die beiden wirken ja ganz nett, und was mein Freund so erzählt hat, ist Weihnachten bei ihm Zuhause auch ganz anders und viel entspannter als bei mir in der Familie.

Fast forward, ein paar Tage später: das volle Ausmaß wurde mir bewusst. Und ich bekam Panik.

Am 12.12. Weihnachtsessen mit Wichteln mit seinen Mitbewohnern, die mich dabei haben wollen obwohl ich da nicht wohne. Natürlich habe ich beim Wichteln den einen Namen gezogen, für den ich die wenigsten Ideen hatte, was man schenken könnte.

Am 24.12. zu Vorweihnachtlichen Drinks zu seiner Mutter + Stiefvater, über Nacht. Am 25.12. Zum Frühstück mit Mutter + Stiefvater + deren Hund + meinem Hund zur Tante + Onkel + Cousine + Cousin + deren Hund. Alle mir bisher noch komplett unbekannt. Danach zum essen und über Nacht mit Mutter + Stiefvater + deren Hund + meinem Hund zum Vater + Stiefmutter + Halbbruder + deren Hund. Ebenfalls alle mir noch komplett unbekannt. Uff.

Zum einen fühl ich mich da überfordert, mit so vielen neuen Leuten auf einmal. Zum anderen kenne ich meinen Hund…..er sucht sich gerne den blödesten Moment aus, um sich daneben zu benehmen. Uff.

Ich habe mitbekommen, dass Geschenke, und zwar Bedeutungsvolle Geschenke, in der Familie ein riesen Ding sind. Es wird geplant und überlegt, vorab schon Geld dafür zur Seite gelegt, und gerne mal etwas mehr ausgegeben – aber gleichzeitig immer etwas ausgewählt, das der andere auch wirklich braucht oder will. Eigentlich schön zu sehen, wie nahe sich diese Familie steht, und wie viele Gedanken sie sich machen. Aber heisst auch, ich muss mir zumindest Kleinigkeiten überlegen, für Leute die ich kaum bis gar nicht kenne. Uff.

Mit allem was hier im Land momentan passiert, ist online shoppen die einzige Möglichkeit, die Post ist jedoch noch schlimmer als sonst. Also habe ich panisch im November angefangen, Weihnachtsgeschenke zu planen und zu bestellen. Und ich glaube, ich habe mich auch ganz gut angestellt.

Der Gedanke an Weihnachten beängstigt mich immernoch. So viel Weihnachten für jemanden, der Weihnachten gar nicht mag! Aber ich muss auch wirklich sagen…. zu sehen und zu hören wie sehr sich mein Freund darauf freut, mich dabei zu haben, wie aufgeregt seine Mutter ist, weil mein Hund auch kommt und sie den liebt, diese offene und herzliche Art mit der mich seine Familie ganz selbstverständlich willkommen heisst…. na, vielleicht wird Weihnachten dieses Jahr ja doch nicht so schlimm!

New Me

Hach, es ist so viel passiert, ich weiss gar nicht wo ich anfangen soll. Ich glaube, ich versuche es mal chronologisch.

Während dem ersten Lockdown habe ich jemanden kennen gelernt. Online. Sobald es erlaubt und möglich war, haben wir uns getroffen, und was soll ich sagen….ich glaube, da hat das blinde Huhn endlich mal ein Korn gefunden! Ich weiss ich weiss, das habe ich schonmal gesagt. Diesmal war bin ich die Sache aber anders angegangen. Aus Angst, die gleichen Fehler wieder zu machen, wieder enttäuscht zu werden, wieder die erste Euphorie zu überschätzen, habe ich mich anfangs sehr zurück gehalten. Meine engen Freunde / Familie dachten zeitweise, dass ich gar nicht ernsthaft an ihm interessiert bin, weil ich nicht viel erzählt habe, nicht völlig von den Socken war. War ich – aber eben nur innerlich. Äußerlich war ich reservierter, aus Angst zu hören „Du hast Dich da schon wieder verrannt“. Es sind erst 4 Monate, aber es läuft gut, und ich habe Vertrauen gefasst. In ihn, in mich selbst, in die Beziehung. Alles ist so einfach! Wir sehen uns regelmäßig, aber nicht dauernd. Wir teilen einige Interessen, aber nicht alle. Wenn er mal keine Lust hat, zu mir zu kommen, weil er von der Arbeit müde ist oder was auch immer, dann bekomm ich keine Panik Attacken mehr, denn ich weiss er ist nicht mein Ex – wenn ich ihn heute nicht seh, dann seh ich ihn eben morgen. Oder übermorgen. Ich habe keine Angst, dass er mich enttäuscht oder von der Bildfläche verschwindet. Es ist schön, jemanden zu haben, der da ist. Der mich unterstützt und bestärkt. Bei dem ich mir keine Sorgen machen muss. Der meine Tiere liebt. Einfach normal. Kein Drama, keine Altlasten oder psychischen Probleme, kein Stress. Es ist so entspannend!

Bei der Arbeit ist es leider weniger entspannt. Wir arbeiten nach wie vor von zuhause, was ich immernoch genieße. Die Vorweihnachtszeit ist immer die stressigste, dank dem Virus dieses Jahr schlimmer als sonst. Die Kollegen, mit denen ich nicht klar komme, nicht jeden Tag sehen zu müssen, ist toll. Aber auch per Email kann man streiten. Und wie. Kurz gesagt, die letzte Zeit war die Hölle, und ich war so weit, mich nach über 15 Jahren in der gleichen Firma nun doch nach einer neuen Stelle umzuschauen. Wegen dem unfassbaren Arbeitsvolumen, das einfach nicht machbar war (Arbeitstage von 5.30 bis 18.30 ohne Mittagspause und Wochenende / Feiertag ganz normal), und wegen dem faulen Kollegen und dem Teamleiter, der mich hasst. Die obere Etage muss wohl endlich verstanden haben, wie sehr dieses Arbeitsklima meine Psyche beeinflusst und wie ernst es mir damit ist, dass ich so nicht weiter machen kann. Gestern kamen dann die News: man tauscht mich mit einer Kollegin aus einer anderen Abteilung aus. Für mich super, ich komme in eine neue Abteilung mit weniger Druck und anderen Kollegen. Für sie….etwas mehr beängstigend, aber ich weiss, dass sie es nicht so schwer haben wird wie ich es in meiner momentanen Abteilung habe. Die Neuigkeiten haben mich sehr überrascht, und sehr gefreut. Ich habe direkt viel besser geschlafen und fühle eine Energie die ich schon fast vergessen hatte. Ich fühle mich motiviert, nicht nur für die Arbeit, sondern auch motiviert andere Dinge zu tun, bei denen ich das Gefühl habe sie jetzt auch schaffen zu können, jetzt wo die grosse Belastung der Arbeitssituation weg fällt.

Was Covid angeht, sind wir wieder im Lockdown. Ausser den Supermärkten und den Tierläden hat alles zu. Zum Sport machen/ spazieren gehen dürfen wir uns in einem 5km Radius um das Haus bewegen. Besuche sind nicht erlaubt. Da wir hier die kalte graue Jahreszeit schon eingeläutet haben, und das den Menschen generell viel mehr aufs Gemüt schlägt, gibt es jetzt das sogenannte Social Bubble System, in dem allein lebende Menschen eine Bubble mit einem weiteren Haushalt bilden können. Das heisst, mein Freund und ich bilden eine Social Bubble und dürfen uns daher weiterhin gegenseitig besuchen. Wir zählen sozusagen als ein Haushalt, obwohl wir nicht zusammen wohnen. Obwohl der lockdown hier theoretisch erstmal nur bis Ende November gehen soll, ist klar, dass Weihnachten in Deutschland nichts wird. Das ist aber okay für mich. Die Eltern meines Freundes haben mich samt Hund eingeladen und er ist schon voller Vorfreude, mich über die Feiertage bei sich zu haben.

Irgendwo zwischen all dem, habe ich noch Zuwachs bekommen (irgendwie klappt das nicht ganz mit der Chronologie…). Es ist kein zweibeiniger Zuwachs, aber auch kein vierbeiniger. Es ist sozusagen ein beinloser: ein Aquarium. Es ist sooooooooooo entspannend, den Fischen zuzusehen! Ich könnte mich Stundenlang darin verlieren.

Der grosse Fisch – ein Betta / Kampffisch – heisst Elfish Presley

Einer der Gründe, warum ich so lange nicht gebloggt habe, wahrscheinlich DER Grund, ist, weil einfach alles zu viel war. Stress auf Arbeit, wenn ich nicht gearbeitet habe, dann habe ich wegen der Arbeit geheult, wenn das nicht, dann Tierpflege, treffen mit dem Freund, Haushalt…. ich habe mich insgesamt einfach etwas zurückgezogen, hatte keinen Nerv, mich mit irgendwas anderem zu befassen als die Notwendigkeiten und das, was gut tut. Ich habe Facebook gelöscht, auf Instagram nicht mehr viel gepostet, und selbst WhatsApp wurde öfter mal stumm geschaltet. Ich hab das gebraucht.

Seit ich aber weiss, dass sich meine Arbeitssituation bald ändern wird, habe ich das Gefühl, dass ich jetzt auch andere Dinge angehen kann, für die ich nicht die Kraft und Zeit hatte. „New Year, New Me“ kommt für mich nun schon im November – warum auch bis Januar warten! 😉 Die folgende Liste ist eher für mich selbst als Erinnerungsstütze und weil das Aufschreiben dabei hilft, meine Gedanken und Ideen zu strukturieren. Aber für alle, die sich all das jetzt tatsächlich komplett durchgelesen haben: Danke dafür, und vielleicht ist meine Liste ja eine Motivation für Dich 🙂

Weniger Stress auf Arbeit = mehr Zeit und Energie. Deshalb:

– mehr zuhause Kochen, weniger Fertiggerichte und Takeaways

Weniger Takeaway = weniger Ausgaben. Deshalb:

– Geld sparen, ganz aktiv und bewusst zur Seite legen

Weniger Takeaway = gesünderes Essen. Deshalb:

– Intervallfasten (2019 18kg abgenommen, 2020 10kg oder so zugenommen, lieber intervenieren bevor ich wieder bei +18kg bin!)

Ich glaube, ich schaff das! 💪🏼

Moz, die Katze von meinem Freund
Aquariumbewohner – ich habe ihn Trump getauft. Gleiche Gesichtsfarbe und so.
Ich war mal wieder reiten 🤩
Banjo & Nachbarshund Chica
Meiner. 🥰
Tinsel
Moz

Motivationsschub

Ein neuer Mann in meinem Leben ist meist ein Motivationsschub fuer mich Dinge zu tun, die ich schon laengst mal tun wollte, aber irgendwie nie getan habe.

In dem Fall jetzt meine Wohnung.

Letztes Jahr hatte ich so viele Plaene, Kueche streichen, dies tun, das erledigen, da ausmisten, hier was veraendern…
Angefangen habe ich auch, ich kam bis zu den neuen Vorhaengen, dem Teppich und der neuen Sitztruhe. Dann…weiss ich auch nicht, was dann eigentlich passiert ist. Jedenfalls nicht mehr viel in meiner Wohnung.

Jetzt arbeite ich von zu Hause, bin also die ganze Zeit in meiner Bude. Ausserdem habe ich einen Hund, der es liebt, seine Sachen in der ganzen Bude zu verteilen, Papier zu zerrupfen und ich habe Katzen, die bevorzugt nass und matschig und mit einem halben Baum im Fell nach Hause kommen. Gleichzeitig habe ich das Gefuehl, jetzt wo ich endlich mehr zu Hause bin, habe ich auch mehr Zeit fuer mich selbst und meine Hobbys. Die Wohnung kommt dabei etwas zu kurz.

Jedesmal, wenn der neue Kerl vorbei kommt, muss ich erst schnell noch aufraeumen, weiss oft aber gar nicht wo hin mit den Sachen. Jedesmal entschuldige ich mich erstmal fuer das Chaos. Er grinst nur….und bietet seine Hilfe an. Was fuer mich absolut null nimmernie ueberhaupt gar nicht in Frage kommt, mir aber genug motivation gibt, endlich mal anzufangen, bzw weiter zu machen wo ich aufgehoert habe.

Was mich am meisten nervt, ist, dass es immer erstmal schlimmer aussieht als bevor ich angefangen habe auszumisten, aufzuraeumen und zu putzen.

Letztens habe ich meine Klamotten ausgemistet, es liegen immernoch einige Teile hier rum, mit denen ich nicht recht weiss was tun. Will ich sie weg tun, oder behalten? Sollten sie in den Muell oder kann ich die noch weiter reichen?

Vorhin hat mich die Motivation gepackt, und ich habe eine grobe Liste geschrieben, was ich kaufen muss, wo ich ausmisten muss, was weg geschmissen werden muss, was geputzt werden muss, was ich mal wieder waschen sollte, etc.
In der Mittagspause habe ich dann direkt angefangen den Staubsauger auszuwaschen, das Schuhregal auszumisten und zu putzen und den Teppich zu waschen.

Nicht alles geht sofort, ich muss ein Regal kaufen, Farbe fuer die Kueche etc. Das geht natuerlich nur Stueck fuer Stueck. Aber der Anfang ist gemacht. Oder weiter gemacht.

Mal schauen, wie lange die Motivation anhaelt – hoffentlich lange genug, dass ich endlich endlich mal fertig werde und mich nicht jedesmal fuer das Chaos entschuldigen muss!

Was geht?

Seit April habe ich nicht mehr gebloggt. Das sind gute 3 Monate.
Und warum nicht?
Weil ich viel zu beschaeftigt war, den Lockdown zu geniessen. Dabei haette ich so vieles zu berichten gehabt! Und so viele Fotos zu zeigen!
Vielleicht werde ich das alles jetzt nachholen….blog post fuer blog post immer ein bisschen. Denn es juckt mich in den Fingern, wieder mehr zu schreiben. Meinen Gedanken freien Lauf zu lassen. Meine Neuigkeiten mit euch zu teilen, die Guten und die Schlechten, und herausfinden, was bei euch die letzten 3 Monate so los war.

Fuer heute fangen wir mal mit der wichtigsten und groessten Neuigkeit an….

Das ist Banjo. Banjo ist ein 11 Monate alter Teacup Chihuahua, und lebt seit eineinhalb Monaten bei mir.

„Du, ein Hund? Das passt doch gar nicht zu Dir…“
…war die erste Reaktion von vielen Freunden, Familie, Kollegen.

Falsch!

Wer mich wirklich kennt, weiss, wie sehr ich Hunde liebe. Ich wollte immer schon einen haben und habe nie verstanden, warum man sich immer zwischen Katzen und Hunden entscheiden soll?! Beide sind so unterschiedlich, und beide sind liebenswert!

Jedenfalls habe ich immer von einem eigenen Hund getraeumt.
Waehrend dem Lockdown habe ich einen Online Kurs angefangen zum Thema Animal Assisted Therapy. Das hat mir nochmal verdeutlicht, wie viel Tiere wirklich helfen koennen, besonders eben Hunde. Als dann auch noch klar war, dass ich wohl nicht mehr Vollzeit ins Buero zurueckkehren werde, sondern auch nach dem Lockdown ein paar Tage die Woche von zu Hause arbeiten werde, war fuer mich der Gedanke an einen eigenen Hund nicht mehr aus dem Kopf zu kriegen.

Ich habe viel gegoogled, gesucht, mich informiert, welche Rasse, welche Groesse passt zu meinem Lebensstil… Und dann kam Banjo.

Banjo hiess urspruenglich Brownie und lebte mit zwei Cavalier King Charles in einer Familie mit behindertem Kind.
Als der Vermieter sein Haus wegen Eigenbedarf zurueck forderte, war es fuer die Familie extrem schwer ein Haus zu finden, das der behinderten Tochter und den Tieren gerecht wird. Der neue Vermieter beschraenkte die Erlaubnis auf zwei Haustiere, und somit wurde fuer Banjo ein neues Zuhause gesucht. Ich bin noch mit der Familie in Kontakt und schicke regelmaessig Fotos.

Corona Apdeit

So viel passiert, dass ich gar nicht mehr zum schreiben komme. Das möchte ich jetzt nachholen.

Wir haben hier einen recht strengen lockdown, dürfen uns nicht weiter als 2km vom Haus bewegen und nur raus gehen, wenn wir einkaufen müssen. Das gute ist, dass ich einen wunderbaren Garten habe und meine engste Freundin hier in Irland im gleichen Haus wohnt. Ich arbeite von zuhause, das klappt mittlerweile auch ganz gut. Gerade jetzt haben wir super viel zu tun, da ich aber auch noch super viele Urlaubstage habe, arbeite ich ab sofort nur noch vier Tage die Woche. Die wegfallende Busfahrt zur Arbeit ist sehr angenehm – ich kann so vieles erledigen und habe trotzdem noch was vom Tag!

Damit es mir auch ja nicht langweilig wird, mache ich zwei online Kurse – einen zur Animal Assisted Therapy (Schnurrsula wird nach Corona Altenheime etc alsnTherapiekatze besuchen) und einen zur Feline Behaviour and Psychology. Nebenher baue ich meinen Garten um, fotografiere viel (Schnurrsula modelt jetzt Halstücher für einen Onlineshop…falls jemand einen 10% Discount Code möchte, bitte melden) und mache Armbänder aus Lederbendel und Perlen.

Der Lockdown tut mir gut. So schlimm das Virus auch ist, für mich persönlich hätte der Lockdown zu keiner besseren Zeit kommen können und kann von mir aus auch ewig so weiter gehen. Minus der erkrankten natürlich. Aber ich fühle mich, als könnte ich zum ersten mal Atmen! Ich kann die Sonne genießen, meinen Hobbys nachgehen, in Haus und Garten machen, was ich schon längst machen wollte, arbeiten, und habe trotzdem noch Zeit, die Füsse hoch zu legen. Ich brauche keine Ausreden oder ein schlechtes Gewissen zu haben, wenn ich mich mit niemandem treffen möchte. Ich fühle mich frei.

Ach ja, nebenbei habe ich noch einen Streuner im Garten wohnen, den ich versuche, an mich zu gewöhnen. Sobald die örtliche Tierhilfe eine Falle zu Verfügung hat, wird der Gute eingefangen und zum Tierarzt gebracht. Kastrieren, durch checken…dann darf er wieder in Garten. Ich habe ihn King George the Purr’d getauft.

Hier noch ein paar Fotos aus den letzten Wochen….

Passt auf euch auf!

Junior, der Nachbar
Schnurrsula beim Halstuch (handgemacht von Red Squirrel) meowdeln
Tinsel
King George the Purr’d
Oscar
Tinsel & Oscar
Kirby
Tiger
Tiger & Freund
Kirby
Tinsel
Nachbarin Toulouse
Pickles
Pickles
Schnurrsula bei der Arbeit
Nachbarin Nala
Nala
Tinsel
Oscar
Oscar & Schnurrsula
Toulouse
Nachbarn Dexter, Chica & Minnie
Junior
Schnurrsula
Schnurrsula