Motivationsschub

Ein neuer Mann in meinem Leben ist meist ein Motivationsschub fuer mich Dinge zu tun, die ich schon laengst mal tun wollte, aber irgendwie nie getan habe.

In dem Fall jetzt meine Wohnung.

Letztes Jahr hatte ich so viele Plaene, Kueche streichen, dies tun, das erledigen, da ausmisten, hier was veraendern…
Angefangen habe ich auch, ich kam bis zu den neuen Vorhaengen, dem Teppich und der neuen Sitztruhe. Dann…weiss ich auch nicht, was dann eigentlich passiert ist. Jedenfalls nicht mehr viel in meiner Wohnung.

Jetzt arbeite ich von zu Hause, bin also die ganze Zeit in meiner Bude. Ausserdem habe ich einen Hund, der es liebt, seine Sachen in der ganzen Bude zu verteilen, Papier zu zerrupfen und ich habe Katzen, die bevorzugt nass und matschig und mit einem halben Baum im Fell nach Hause kommen. Gleichzeitig habe ich das Gefuehl, jetzt wo ich endlich mehr zu Hause bin, habe ich auch mehr Zeit fuer mich selbst und meine Hobbys. Die Wohnung kommt dabei etwas zu kurz.

Jedesmal, wenn der neue Kerl vorbei kommt, muss ich erst schnell noch aufraeumen, weiss oft aber gar nicht wo hin mit den Sachen. Jedesmal entschuldige ich mich erstmal fuer das Chaos. Er grinst nur….und bietet seine Hilfe an. Was fuer mich absolut null nimmernie ueberhaupt gar nicht in Frage kommt, mir aber genug motivation gibt, endlich mal anzufangen, bzw weiter zu machen wo ich aufgehoert habe.

Was mich am meisten nervt, ist, dass es immer erstmal schlimmer aussieht als bevor ich angefangen habe auszumisten, aufzuraeumen und zu putzen.

Letztens habe ich meine Klamotten ausgemistet, es liegen immernoch einige Teile hier rum, mit denen ich nicht recht weiss was tun. Will ich sie weg tun, oder behalten? Sollten sie in den Muell oder kann ich die noch weiter reichen?

Vorhin hat mich die Motivation gepackt, und ich habe eine grobe Liste geschrieben, was ich kaufen muss, wo ich ausmisten muss, was weg geschmissen werden muss, was geputzt werden muss, was ich mal wieder waschen sollte, etc.
In der Mittagspause habe ich dann direkt angefangen den Staubsauger auszuwaschen, das Schuhregal auszumisten und zu putzen und den Teppich zu waschen.

Nicht alles geht sofort, ich muss ein Regal kaufen, Farbe fuer die Kueche etc. Das geht natuerlich nur Stueck fuer Stueck. Aber der Anfang ist gemacht. Oder weiter gemacht.

Mal schauen, wie lange die Motivation anhaelt – hoffentlich lange genug, dass ich endlich endlich mal fertig werde und mich nicht jedesmal fuer das Chaos entschuldigen muss!

Was geht?

Seit April habe ich nicht mehr gebloggt. Das sind gute 3 Monate.
Und warum nicht?
Weil ich viel zu beschaeftigt war, den Lockdown zu geniessen. Dabei haette ich so vieles zu berichten gehabt! Und so viele Fotos zu zeigen!
Vielleicht werde ich das alles jetzt nachholen….blog post fuer blog post immer ein bisschen. Denn es juckt mich in den Fingern, wieder mehr zu schreiben. Meinen Gedanken freien Lauf zu lassen. Meine Neuigkeiten mit euch zu teilen, die Guten und die Schlechten, und herausfinden, was bei euch die letzten 3 Monate so los war.

Fuer heute fangen wir mal mit der wichtigsten und groessten Neuigkeit an….

Das ist Banjo. Banjo ist ein 11 Monate alter Teacup Chihuahua, und lebt seit eineinhalb Monaten bei mir.

„Du, ein Hund? Das passt doch gar nicht zu Dir…“
…war die erste Reaktion von vielen Freunden, Familie, Kollegen.

Falsch!

Wer mich wirklich kennt, weiss, wie sehr ich Hunde liebe. Ich wollte immer schon einen haben und habe nie verstanden, warum man sich immer zwischen Katzen und Hunden entscheiden soll?! Beide sind so unterschiedlich, und beide sind liebenswert!

Jedenfalls habe ich immer von einem eigenen Hund getraeumt.
Waehrend dem Lockdown habe ich einen Online Kurs angefangen zum Thema Animal Assisted Therapy. Das hat mir nochmal verdeutlicht, wie viel Tiere wirklich helfen koennen, besonders eben Hunde. Als dann auch noch klar war, dass ich wohl nicht mehr Vollzeit ins Buero zurueckkehren werde, sondern auch nach dem Lockdown ein paar Tage die Woche von zu Hause arbeiten werde, war fuer mich der Gedanke an einen eigenen Hund nicht mehr aus dem Kopf zu kriegen.

Ich habe viel gegoogled, gesucht, mich informiert, welche Rasse, welche Groesse passt zu meinem Lebensstil… Und dann kam Banjo.

Banjo hiess urspruenglich Brownie und lebte mit zwei Cavalier King Charles in einer Familie mit behindertem Kind.
Als der Vermieter sein Haus wegen Eigenbedarf zurueck forderte, war es fuer die Familie extrem schwer ein Haus zu finden, das der behinderten Tochter und den Tieren gerecht wird. Der neue Vermieter beschraenkte die Erlaubnis auf zwei Haustiere, und somit wurde fuer Banjo ein neues Zuhause gesucht. Ich bin noch mit der Familie in Kontakt und schicke regelmaessig Fotos.

Corona Apdeit

So viel passiert, dass ich gar nicht mehr zum schreiben komme. Das möchte ich jetzt nachholen.

Wir haben hier einen recht strengen lockdown, dürfen uns nicht weiter als 2km vom Haus bewegen und nur raus gehen, wenn wir einkaufen müssen. Das gute ist, dass ich einen wunderbaren Garten habe und meine engste Freundin hier in Irland im gleichen Haus wohnt. Ich arbeite von zuhause, das klappt mittlerweile auch ganz gut. Gerade jetzt haben wir super viel zu tun, da ich aber auch noch super viele Urlaubstage habe, arbeite ich ab sofort nur noch vier Tage die Woche. Die wegfallende Busfahrt zur Arbeit ist sehr angenehm – ich kann so vieles erledigen und habe trotzdem noch was vom Tag!

Damit es mir auch ja nicht langweilig wird, mache ich zwei online Kurse – einen zur Animal Assisted Therapy (Schnurrsula wird nach Corona Altenheime etc alsnTherapiekatze besuchen) und einen zur Feline Behaviour and Psychology. Nebenher baue ich meinen Garten um, fotografiere viel (Schnurrsula modelt jetzt Halstücher für einen Onlineshop…falls jemand einen 10% Discount Code möchte, bitte melden) und mache Armbänder aus Lederbendel und Perlen.

Der Lockdown tut mir gut. So schlimm das Virus auch ist, für mich persönlich hätte der Lockdown zu keiner besseren Zeit kommen können und kann von mir aus auch ewig so weiter gehen. Minus der erkrankten natürlich. Aber ich fühle mich, als könnte ich zum ersten mal Atmen! Ich kann die Sonne genießen, meinen Hobbys nachgehen, in Haus und Garten machen, was ich schon längst machen wollte, arbeiten, und habe trotzdem noch Zeit, die Füsse hoch zu legen. Ich brauche keine Ausreden oder ein schlechtes Gewissen zu haben, wenn ich mich mit niemandem treffen möchte. Ich fühle mich frei.

Ach ja, nebenbei habe ich noch einen Streuner im Garten wohnen, den ich versuche, an mich zu gewöhnen. Sobald die örtliche Tierhilfe eine Falle zu Verfügung hat, wird der Gute eingefangen und zum Tierarzt gebracht. Kastrieren, durch checken…dann darf er wieder in Garten. Ich habe ihn King George the Purr’d getauft.

Hier noch ein paar Fotos aus den letzten Wochen….

Passt auf euch auf!

Junior, der Nachbar
Schnurrsula beim Halstuch (handgemacht von Red Squirrel) meowdeln
Tinsel
King George the Purr’d
Oscar
Tinsel & Oscar
Kirby
Tiger
Tiger & Freund
Kirby
Tinsel
Nachbarin Toulouse
Pickles
Pickles
Schnurrsula bei der Arbeit
Nachbarin Nala
Nala
Tinsel
Oscar
Oscar & Schnurrsula
Toulouse
Nachbarn Dexter, Chica & Minnie
Junior
Schnurrsula
Schnurrsula

Happy St Patrick’s Day

Ja, mich gibt es noch. Mir war nur irgendwie nicht nach schreiben.

Heute ist der irische Nationalfeiertag, St Patricks Day, und alle Paraden wurden gestrichen. Die Pubs sind zu, und allgemeinnscheint hier mittlerweile auch angekommen zu sein, dass man besser zu Hause bleibt. Als am Donnerstag die Entscheidung fiel, alle Schulen etc zu schließen und möglichst viele Leute von zu Hause aus arbeiten zu lassen, hat man erstmal überall gehört jawohl, party. Die Pubs waren gesammelt voll, und vermutlich waren das die gleichen schlauen Menschen, die auch das ganze Klopapier, den Alkohol, die Chips und die baked beans in den Läden leer gekauft haben.

Ich kann zum Glück mehr oder weniger von zuhause aus arbeiten, vorausgesetzt ich kann mich im überlasteten Netzwerk anmelden.

Holland Bilder

Hier noch ein paar Fotos von meiner Geschäftsreise nach Rotterdam

Rotterdam Skyline
Markthalle
Sonnenuntergang hinter dem Büro
Erasmusbrücke
Der Hafen vom Wassertaxi aus fotografiert

Lies, lies, lies.

Kürzlich habe ich herausgefunden, dass mein Ex mich ordentlich belogen hat. Das hätte ich niemals von ihm erwartet, auch nach der Trennung dachte ich noch, wenigstens ist er ein anständiger Mensch, wenigstens war er ehrlich zu mir. Wenigstens hat er mir ein klein wenig den Glaube in das Gute im Menschen zurück gegeben. Die Lügen waren daher ein massiver Schlag für mich.

Ich habe das genutzt, um meine Wohnung wieder zu MEINEM Zuhause zu machen. Sein Kumpel hat seine Sachen bei mir abgeholt, damit ich ihn nicht sehen muss. Alles ist weg. Ich habe angefangen auszumisten und umzuräumen, habe neue Vorhänge bestellt und einfach vieles geändert, bzw bin noch dabei. Stück für Stück wird meine Wohnung immer schöner, immer gemütlicher und immer mehr meins.

Leider bin ich am letzten Wochenende nicht so weit gekommen, wie erhofft. Am Freitag Abend erhielt ich die traurige Nachricht, dass ein guter Freund gestorben ist. Er war Ire, lebte aber in Deutschland. Ich erinnere mich gut an unser erstes Treffen, ich war ca. 10 Jahre alt und schon total vernarrt in alles irische. Er spielte Geige in einer irischen Band, und gab mir viele Tipps für meinen Geigenunterricht. Etwa eine Million mal stritt ich mit meiner Geigenlehrerin, weil er mein großes Vorbild war und sie damit nicht klar kam. Später waren wir oft zusammen im Pub und teilten uns ein Taxi nach Hause. Manchmal war ich es, die im alkoholisierten blues sein gutes Zurreden brauchte, manchmal war er es, der meine Unterstützung brauchte. So viele Erinnerungen, schöne, lustige. Ein großartiger Mensch, ein Vorbild für viele, und ein sehr talentierter Musiker ist von uns gegangen. Noch ein harter Schlag.

Sehr berührt hat mich, dass mein Stiefvater, der sonst eher kalt und oft aggressiv ist, mit dem ich so oft streite…am telefon einfach mit mir mit geweint hat, als ich ihm davon berichtete. Auch er kannte ihn gut. Eine ganz neue Erfahrung für mich, eine solche Emotion mit jemandem zu teilen, der sonst eigentlich immer schon allein aus Prinzip anderer Meinung ist.

Burrow Beach, Dublin
Mit jeder Welle die kam und ging dachte ich an ihn, und all die schönen Momente
Nichts ist so beruhigend wie das kommen und gehen der Wellen
Ich bin der Fels, und mein Leben ist das Meer. Ein ewiges hin und her, ich darf mich nur nicht mit spülen lassen.

Holland

Meine Firma bekommt weltweit ein neues email Programm. Mit künstlicher Intelligenz, so dass die Mails schon vorsortiert werden, und mit Verlinkung an unser eigentliches Programm.

Dafür wollten sie mich 4 Wochen lang nach Rotterdam und / oder Antwerpen schicken, da das Programm dort schon genutzt wird. Vier lange Wochen weg von zuhause, meinen Katzen, meiner Therapie…das kam für mich nicht in Frage, daher holte ich mir beim Arzt ein Attest.

Der Kompromiss waren 2 Wochen, die erste ist jetzt vorbei.

Der Haupttrainer der Schulung hatte kurz vorher einen Unfall und fiel aus. Der Assitent hatte keine Ahnung wer, wie viele, wie lange und wann zur Schulung kommen und musste erstmal seine privaten Termine verschieben, um die Schulung möglich zu machen. Wegen der schlechten Organisation funktionierte die Trainingsumgebung des neuen Programms nicht und am ersten Tag konnten wir daher nichts tun ausser Stundenlang dem Trainer zuzuhören. Gähn.

Am zweiten Tag wurden wir in die verschiedenen Abteilungen gesetzt. Die meisten von uns wurden sich selbst überlassen, ich hatte das Glück, wenigstens einen halben Tag jemanden neben mir sitzen zu haben. Nach diesem halben Tag habe ich verstanden wie das neue Programm funktioniert.

Ab da waren wir alle uns selbst überlassen. Arbeitet einfach mal damit, hiess es, zur Gewöhnung. Problem ist nur, dass alle emails in Holländisch sind. Für mich geht das noch halbwegs, da die Sprache im Prinzip eine Mischung aus Deutsch und Englisch ist. Für meine Kollegen ist das ein Desaster.

Wir kopieren also jeden Text in Google translate, und entscheiden dann ob es etwas ist, was wir bearbeiten können. Meistens können wir es nicht, da wir die regionalen Besonderheiten nicht kennen.

Einige von uns haben sich bereits beschwert, da wir uns alle fühlen als wären wir nur da, um den Niederländern zu helfen, den backlog abzuarbeiten, der sich über die Feiertage angesammelt hat. Geändert hat es nichts.

Heute muss ich nun also wieder zurück fliegen, übers Wochenende war ich zuhause. Wenigstens ist das Hotel traumhaft, wir haben Panorama Zimmer mit Badewanne (hatte ich seit 10 Jahren keine mehr, herrlich!!), Regendusche und schönem Blick aufs Wasser und die Skyline. Nur viel zu sehen bekomme ich nicht, da es immer dunkel ist, wenn ich zur Arbeit aufbreche oder wieder zurück komme.

Irish Pub in Amsterdam

Amsterdam

Rotterdam

Langeweile bei der Schulung

Erasmus Brücke Rotterdam

Ein herrliches Bad

Mitten in Rotterdam.

Die Katzen freuen sich dass ich wieder da bin und weichen mir nicht von der Seite

Der Sturm hat den Zaun eingedrückt, somit laufen die Ponies jetzt frei überall ums Haus rum

Hups….da steht ein Pferd aufm Flur….bzw zwei im Garten

Nachbarskatze muss auch schauen was los ist

Die andere Nachbarskatze ist völlig verwirrt

Toulouse findet es offensichtlich lustig

Meine Schnurrsula ist so gross geworden in der Woche!

Happy New Year und so

Ich war ja doch ein wenig still in letzter Zeit… Mir geht es okay, meine Tabletten sind eine sehr grosse Hilfe. Das verhasste Weihnachten habe ich gut rum gebracht, auch Silvester habe ich mit nur mäßigem Durchhänger überstanden. Ich habe meine Kreativität wieder entdeckt, fotografiere, mache Armbänder und häkel. Meine Arbeit schickt mich für zwei Wochen nach Holland, morgen geht es los. Lust habe ich wenig, weiss aber, dass ich auch das überstehen werde. Bald kommt bestimmt mal wieder ein ausführlicher Beitrag, heute fehlt mir dazu jedoch die Motivation. Deshalb schließe ich hier jetzt mit ein paar Fotos ab und wünsche euch allen noch ein gutes neues Jahr.

Alltag

Der eine Kollege im Urlaub, der andere hat einen Arzt Termin der mindestens 4 Stunden dauert, die Azubine muss ebenfalls zum Arzt, was ich nur zufällig nach mehreren Stunden erfahren habe.

Der Kollege mit dem langen Arzttermin will um 8 Uhr da sein, kommt um 9 Uhr und freut sich, dass ja gar nicht so viele emails in der Sammelmailbox sind.

Die Azubine kommt pünktlich zur Mittagspause, die erstmal eine Stunde lang wahrgenommen wird.

Ich sitze alleine im Büro, bearbeite alle Mails, beantworte alle Anrufe, versuche auf dem laufenden zu bleiben, und bekomme von den Kollegen der andere Abteilung gesagt, ich soll doch mal chillen.

Ganz normal halt.