Die erste Woche

Drei Tage habe ich nun im neuenBüro verbracht. Alle sind sehr freundlich und hilfsbereit, ich fühle mich willkommen, obwohl man hier morgens nicht laut guten Morgen in die Runde wünscht, und obwohl man hier am Nachmittag einfach seine Sachen packt und sich raus schleicht. Auch das in Deutschland übliche „Mahlzeit“ zur Mittagspause fehlt – die Leute sind hier einfach plötzlich weg. Das ist gewöhnungsbedürftig, aber im Endeffekt ist mir das lieber, als vordergründige Freundlichkeit und hintenrum lästern, wie ich es in Deutschland oft erlebt hatte. 


Das Büro liegt wunderschön im Herzen Dublins, gleich neben einem Park, der schon für viele Filme als Kulisse gedient hat. Obwohl ich hier die gleiche Arbeit mache wie in Deutschland, fühle ich mich wieder wie ein Azubi. Ich kenne das System, aber nicht die Besonderheiten der Kunden, die regionalen Anforderungen etc. 


Ich versuche, nach der Arbeit und in den Mittagspausen so viel wie möglich zu erkunden, hier z.B. Das St. Stephens Green Shoppingcentre und die berühmte Grafton Street, die noch in weihnachtlichem Glanz erstrahlt. 


Natürlich ist nicht alles Friede, Freude, Glitzerdeko: 

Ich brauche dringend eine Sozialverungsnummer, anderenfalls darf ich nicht legal arbeiten und kann somit nicht bezahlt werden. Für die Nummer braucht man aber einen Nachweis über eine Adresse, die ich ja noch nicht habe. Nach viel hin und her, einigen anrufen und Bemühungen von Google haben wir jetzt herausgefunden, wie ich an diese PPS Nummer komme. Mein Termin ist heute, ich hoffe, dass alles gut geht. 

Dennoch wird es mindestens ein bis zwei Wochen dauernd bis diese dann gültig ist, und wenn ich Pech habe, ist das dann zu spät für die Gehaltsabrechnung für Januar. 

Gestern hat sich dann noch herausgestellt, dass unsere Personalabteilung, welche in UK angesiedelt ist, meinen Vertrag verloren hat – besser gesagt die Dame konnte sich nicht erinnern, mir überhaupt einen geschickt zu haben! Zum Glück habe ich meine Kopie griffbereit. 

Außerdem habe ich natürlich noch keine Wohnung gefunden. Die ersten beiden, die ich angeschaut habe, hatten ganz verschimmelte Bäder und waren winzig. Die eine hatte zudem noch vergessen mir zu sagen, dass die Bude nur bis April vermietet wird. 

Aus dem Koffer leben, in einem Gästezimmer wohnen und noch nicht mal einen Schlüssel fürs Büro zu haben (die Kollegin, die mir den Schlüssel geben muss, hat Urlaub) geht ganz schön an die Nerven. Mein Zimmer ist zwar wunderschön und die Kollegin, bei der ich wohne, super lieb, aber es ist einfach nicht das gleiche. Ich komme jetzt schon an die Grenzen meiner Arbeitskleidung, und fühle mich wie ein Tourist aber nicht wie „zuhause“. 

Das Wetter ist aber dafür deutlich besser als in meiner Heimat. Wenn meine Freunde / Familie mir erzählen, dass sie -10 grad haben am Morgen…. Tja, ich habe hier milde +9! 😂 

Heute morgen hat es gaaaaanz leicht genieselt, das war mein erster irischer Regen. Natürlich ist es hier auch kalt – aber verglichen mit Deutschland ist das fast schon Bikini Wetter.  😉

Fazit der ersten paar Tage: 

Ich liebe es, hier zu sein!!

2 Gedanken zu “Die erste Woche

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