Die Leere in mir und um mich

Gestern kam mein Bruder, um einige meiner Möbelstücke mitzunehmen. Ich hatte nicht gedacht, dass ich ihn vor meiner Abreise nochmal sehen würde und genoss die Zeit mit ihm und seinen Kindern umso mehr. Während meine Schwägerin und mein Bruder die Möbel abbauten, ging ich mit den Kindern auf den Spielplatz. Ich hatte keine Zeit nachzudenken und war einfach nur erleichtert, wieder etwas aus der Wohnung zu haben und dankbar für die zusätzliche Zeit mit meiner Familie. 

Beim Abschied fragte mich meine Schwägerin, ob ich mich schon auf Irland freuen würde. Auf diese Frage antworte ich in der Regel mit „dazu habe ich noch keine Zeit“

Als ich dann wieder zuhause war, alleine, hatte ich das erste Mal Zeit, die leere auf mich wirken zu lassen. Wo vorher Fernseher und Regale standen, ist jetzt eine leere Wand. Auch die große Regalwand, die ich hatte, ist weg. 

Irgendwie fühlt es sich komisch an. So leer, und trist. Gleichzeitig surreal und doch das normalste auf der Welt. Im grossen und ganzen spiegelt der Raum mein Inneres wieder: 

Leer. 

Ich kann gar nicht zuordnen, was ich empfinde. Natürlich freue ich mich auf Irland. Die Vorstellung, dort zu leben, fühlt sich völlig normal an. Gleichzeitig habe ich aber noch so viel zu tun, dass ich wirklich keine Zeit habe, mich zu freuen, oder aufgeregt zu sein. Ich fühl mich ein bisschen wie eine Maschine. 

Vielleicht ist das eine Art, mit dem Abschied umzugehen. Ich distanziere mich emotional von allem um mich herum. Ganz klappt das nicht, immer wieder kommen doch Gefühle hoch. Insgesamt habe ich aber den Eindruck, je näher es kommt, desto weniger Emotional bin ich. 

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